Druckschrift 
3 (1711) Continens XLII. Autores Scriptave, [!] Religionis Reformatione Anteriora, Qvibus Res Brunsvigo-Luneburgensium Et Vicinarum Regionum ... Nonnulla Etiam Estensia; Leges Item Complures Antiqvae Saxonum Inferiorum, Et Monumenta Historica ... Exhibentur : Accessit ... Index ... Totius Operis ...
Entstehung
Seite
75
Einzelbild herunterladen
 

P.RINCIPVM BRVNSVICENSIVM.

D«

Der eyner fneller der ander later>

Dac de Auktr is genant,

To Leifcrde 0) an des Forften lant

Dar begroven fe fek to veldc

De Forden an oren zclden,

Manger k?rtewile plagen ,

De anderen an deme kreiße lagen;

De vorherden alle dat lanc

Mitroveliker hant.

Ridderfcapde was dar wilde, (b)

Dat fe mit fpere unde mit Ichilde

De figende lochten, alfomenplicht,

Därmen mannes manheit ioves gicht. (r)

Et en vvere dat der Förde

Sachtej allb he vil vvol dorfle »

Vor ör grafft unde vor Ör feilen»

So fach men dar fchone^/r/?*«»

Helme unde fchilde blank

Svverde» frieden, gar to breken fperelank

Etendrinken was er blifchap;

Vil dike ok dat here gab

Ore rosden walve» unde den hunden

Des folgede ön an den ftunden

\i\gire (d) unde tätigt» nach eyn ander

Me wen Nachtigal eder Calandcr-

Alfus wachteten de Forden alle

Me mit fchaden unde ungefalle

Den Keiler, wende van Brunsvvich

Van ömevertreven wart Henrich.

In den getidendat gevel,

Dat JVcndtn dat Caßel,

"Wann der junge Henrich ,

Des alden ionc van Brunsvvich ;

Des war vorwodet unde vorbrant

Umme dalen fe) alle dat lant

Dorch dat fügede Ludolffde riche

Deme Hertogen, figentliche

Sek an den Keifer hadde gelaten,

Dat moygede öme utermaten.

De Forften de dar lagen

Unde des Rikes hervart plagen,

De in finen lande waren getogen»

De leghen vvol dat fe bedrogen

An deme Keifer weren.

Se fedden, ören eren

Werc et gar fchemelik,

Af ie an deme van Brunfaich

Den aide» frede funnen.

Nu hadde ok fteden mot gewonnen

Henrich de wilgeborne man

Dt Breveß was to Stederborch:Tvvifchen den Forften he reit,

7r

tf-

60,

6f.

70,

7f.

So.

8f-

*o.

100

Wf.

Unde

Des einfehneü , der ander laßer ,

Dat die Ockere iß genannt ,

Zu leyen forde in des Fürften land

Da begrüben ße (ich z,u fcldt,

Die Fürften in jhre z,ettt

Mancher kürt weil pflagen ;

Die andern in dem kreis lagen ,

Die verheereten alles das landt

Mit gewaltiger raublicher handt.

Die Ritterfchafft was da wild» ,

Daß ße mit ff er und mit fchiltt

Diefeihentfachten , fitwit mannpfiegeti

Da mann mannes manheit lebes achtet^

Es nit were das der Furfi

Sucht , fo er vil wol durß ,

Vor jrtgrafft und vor jre feßen-*

A'tfofahc mann da fchon gießen

Zinerdti Helm Schutt blanck. ,

Schwer dt ifchwingtn , gar verbrechen Jher Ittne.

Ejfeni trinken 1 was jre blißhaf;

Vil dickjtuch das heergab

Ire roßs den wolfftn und den httnden ,

Desf»Iget jme in den ßunden

Vil gheier und kr'äen nach einandtr ,

Mehr dann Nachtigaln odtr Calandcr.

Alfo wachten die Fürßen alle

Mehr mit jehaden und ungefalle

Den Keyfer,dann der von Braunfchwich»

Vonjnt vertrieben war dt Henrich»

In den Zeiten das gefiel ,

Daß Wenden das Caftel

Gewänder junge Henrich»

Des alten fon von Braunfchwich j

Des war verwüßet undgebrandt

Umb Dalheym alles landt ,

Durch das fuget LudolfFder reich

Dem Herzogen) feihentlich

Sich an den Keyfer hat gelaße» >

Das mute ihn aus dermaßen.

Die Fürßen die da lagen ,

Und des reichs heerfart pflage»^

Die in das landt waren gelegen ,

Sie fahe» wol daß fit betröge»

An dem Kejfer weren.

Sie jähen jren ehren

Wert es gar fchemlich ,

Ob ße an den von Brnnfchwich

Den alten firides gefunnen.

Nun hat auch fleten müt gewonnen

Henrich der hohe gebor» mann ,

Daßer auch anjnen ksmpjfsgefann ,

Jedoch fich ane wahn

Thetigung ein Werder man ,

DrrProbft war zu Steterburg.

Der manche ßunde vil würg

Zwifchen den Fürßen rtit ,

K

Uni

(a) HodieLaffenle (b) fV~ildt-, vagans, vagabundus, (c) Goblachttt, (d) Geyer und krähen, (*)Gobl.dalheym.