13Reiche, ewiges Unglück den Freunden der sinn-lichen Lust, welche die Schranken. der Scham-haftigkeit durchbrechen, die eheliche Treue ver-letzen, die Unschuld verführen, Aergernisseverbreiten, und Opfer tragen zum Altare derWollust. Und diese Drohungen predigt dieReligion laut öffentlich, wenn gleich eine halbeWelt vor dem Altare der Wollust die Kniebeugt, und sie spricht ihr Verdammungsurtheilnur desto lauter, feierlicher aus, je frecher undherrschender die Ausschweifung ist.Das ist nun die majestätische Sprachewelche die Religion führt, und die sie noth-wendig führen muß, wenn sie Gottes Stimman die Menschen seyn, wenn sie unsre ge-schwächte Vernunft in ihre verlornen Rechtewieder einsetzen, und uns in unserm tiefenFalle zu unsrer endlichen Bistimmung, zuunserm höchsten Gute wieder verhelfen soll.Aber eben diese nothwendige, diese wahrhaftgöttliche Stimme ist es, welche so vielerMenschen Herzen gegen die Religion gewaltiempört, daß sie an derselben keine Lust finden.Und
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Achte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 13. des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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