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Achte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 13. des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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11Daraus ist es nun leicht begreiflich, wiediese Religion, da sie den Sterblichen mitlauter Stimme alle diese Wahrheiten ankündigt,zu allen Zeiten so viele Verächter finden mußte;es ist leicht begreiflich, warum sich gerade inunsern Tagen die Zahl derjenigen so sehr ver-mehret hat, welche an der Religion so gar kei-nen Geschmack noch Lust mehr finden, SeitAdams unglücklicher Sünde sind sich die Men-schen gleich geblieben, sie sind von Jugend aufZwar lebt und wirkt inzum Bösen geneigt.unsrer Brust der unzerstörbare Trieb nachSeligkeit, aber irrgeführt von unsern sinnlichenNeigungen, suchen wir diese Seligkeit nicht inWeisheit und Tugend, nicht in der Aehnlichkeit mi,Gott, dem unendlich Seligen, sondern wir suchensie mit heißer Begierde im Besitze irdischerGüter, im Genusse sinnlicher Lust; vergessendder edlern Güter, vergessend der reinern Freudendes Geistes, die schon hienieden unser Herz be-ruhigen, und uns nach diesem Erdenleben einevollkommene und ewige Seligkeit vorbereiten.Freylich sucht die Vernunft über das mensch-liche