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Achte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 13. des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
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Erreichung unsers höchsten Gutes unentbehrlicheReligion betrachten, müßen wir nicht eingestehen,daß wir im höchsten Grade undankbar undstrafwürdig sind? Es lohnet der Mühe, dieUrsachen dieser Gleichgültigkeit und fast gänz-licher Abneigung zu untersuchen: denn wir könnenunmöglich so kalt und gleichgültig bleiben, wennwir uns in Wahrheit noch selbst lieben; dennhier gilt das Eine Nothwendige. Ich sage da-rum: Die erste Ursache dieser unverantwortlichenGleichgültigkeit ist die Verdorbenheit des Herzens.Erster Theil. Die zweyte Ursache dieser Gleich-gültigkeit ist Unwissenheit des Verstandes. Zwey-ter Theil. O Gott, Vater der Lichter! vondem eine jede gute Gabe kömmt, segne du mei-ne Worte, damit ich den Verstand meiner Zu-hörer von der Wichtigkeit meines Vortragesüberzeuge, und gieß alsdann den Geist heiligenEifers in ihre Seele, damit sie im lebendigen Glau-ben wandeln, aus dem Glauben leben, durch denGlauben die Welt, die Hölle und das Fleisch über-winden, und würdig werden, einst dich dort zusehen und zu erkennen, wo das Dunkle in Licht, derGlaube in Anschauung wird verwandelt werden.