Erreichung unsers höchsten Gutes unentbehrlicheReligion betrachten, müßen wir nicht eingestehen,daß wir im höchsten Grade undankbar undstrafwürdig sind? Es lohnet der Mühe, dieUrsachen dieser Gleichgültigkeit und fast gänz-licher Abneigung zu untersuchen: denn wir könnenunmöglich so kalt und gleichgültig bleiben, wennwir uns in Wahrheit noch selbst lieben; dennhier gilt das Eine Nothwendige. Ich sage da-rum: Die erste Ursache dieser unverantwortlichenGleichgültigkeit ist die Verdorbenheit des Herzens.Erster Theil. Die zweyte Ursache dieser Gleich-gültigkeit ist Unwissenheit des Verstandes. Zwey-ter Theil. O Gott, Vater der Lichter! vondem eine jede gute Gabe kömmt, segne du mei-ne Worte, damit ich den Verstand meiner Zu-hörer von der Wichtigkeit meines Vortragesüberzeuge, und gieß alsdann den Geist heiligenEifers in ihre Seele, damit sie im lebendigen Glau-ben wandeln, aus dem Glauben leben, durch denGlauben die Welt, die Hölle und das Fleisch über-winden, und würdig werden, einst dich dort zusehen und zu erkennen, wo das Dunkle in Licht, derGlaube in Anschauung wird verwandelt werden.
Druckschrift
Achte Rede bey dem eilfhundertjährigen Jubelfeste des heiligen Bischofes Suitbertus, Apostels hiesiger Gegend und der benachbarten Länder : vorgetr. d. 13. des Monats Julius 1817 in der Pfarrkirche zu Kaiserswerth
Entstehung
Seite
7
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten