I. Abschn. Verwaltende Polizey.288des Todes vorhanden ist; denn es wäre noch besser, ein selbstungewisses Mittel zu versuchen, als gar keines anzuwenden.4) Man nimmt den Zeitpunct wahr, wo der Kranke vor demFeuer ausgestreckt liegt, um die Reibungen über den ganzen Körperzu machen, und bedient sich zu dem Ende eines Stücks trocknenund sehr warmen Flanells, womit man zu wiederhohlten Mahlendie ganze Oberfläche des Körpers, um ihn zu erwärmen, untergelindem Drücken reibet. Diese Verfahrungsart ist um so nützlicherals der Körper der Ertrunkenen gewöhnlich mit einem Ueberzugevon einer schleimigen, mehr oder weniger klebrigen Materie bedecktist, welche die Ausdünstung zurückhält, und das Ihrige zur Ver-mehrung der heftigen Kälte, wovon der Ertrunkene ergriffen ist,beyträgt.Nach den ersten Reibungen befeuchtet man die Flanelle mitirgend einer stärkenden und durchdringenden Flüßigkeit, als Sal-miak= oder flüchtigem Hirschhorngeist, Lavendelöhl, Kamphergeist,dem fäulnißwidrigen Essige und dergl.Es ist gut, daß der Ertrunkene während dieser ganzen Behand-lung auf einer Seite und mit dem Kopf höher, als mit den übri-gen Theilen des Körpers liege; diese Lage erleichtert den Ausflußdes Schaumes, den der Ertrunkene in großer Menge durch denMund von sich gibt; sie erleichtert auch den Rückfluß des Blutesdurch die Drosseladern in die Brust.Einige Wundärzte haben letztlich angerathen die Ertrunkenenin eine der unfrigen, welche wir so eben vorschrieben, entgegen-gesetzte Lage zu bringen; sie wollen, daß der Kopf der Ertrunkenensehr niedrig, der übrige Theil des Stammes aber sehr hoch liege;und zwar aus dem Grunde, um auf diese Art den Ausfluß derschäumenden, in der Luftröhre und ihren Aesten enthaltenen Feuch-tigkeit zu erleichtern; allein außer dem, daß die Lage, welche sieihnen geben, nicht viel geschickter ist, diesen Erfolg zu bewirken,begünstigt sie nur noch mehr den Zufluß des Blutes in das Gehirn,wo es ohnedieß schon nur zu sehr angehäuft ist.(Wenigstens kann man den Ertrunkenen auf einige Augenblickein eine Lage bringen, die den Ausfluß des Wassers aus den Wegendes Athmens erleichtert. Zu diesem Ende umfasset eine Person aufeinem Stuhle oder auf der Erde sitzend mit dem rechten Arme den
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