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Th. 1 (1811)
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203
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III. Cap. §. XXXI. Aufsicht in Betreff des Salzes, Essigs 2c. 203§. 31. Aufsicht in Betreff des Salzes, Essigs, Oehlesund der Gewürze.Da ein nicht unbedeutender Unterschied in Rücksicht derGüte des Salzes existirt, so muß die Polizey wachen, daßdie Bürger nur mit gutem Salze versehen werden. DasBrunnen=Salz wird für das gesündeste gehalten, obwohl dasSee=Salz schärfer ist; das letztere trägt zur Erzeugung desSchaarbocks bey, und man bemerkt eine blaßgelbe Farbe andenjenigen, welche es unraffinirt genießen. — Da das Salzgrößtentheils in kupfernen Pfannen gekocht wird, so mußdabey auf große Reinlichkeit gesehen werden, weil sich sonstleicht Grünspann ansetzet, und dem Salze sich Kupfer=Theil-chen einverleiben. Auf die Reinhaltung der zum Salzsiedendienenden Geschirre sollte von Polizey wegen gesehen werden.„Gute Weine geben meistens den beßten Essig, sagt Dr.Frank, da aber gewinnsüchtige Essigbrauer aus schlechtenWeinen den nehmlichen Gewinn ziehen wollen, so haben siemancherley schlechte Künste erfunden, um dem schlechternwässerichten Essige eine Schärfe beyzubringen, welche ihmnicht eigen und der Gesundheit nicht selten sehr nachtheiligist. Sie bedienen sich bald der Aron=Wurzel, bald des Keller-halses, des spanischen Pfeffers, scharfer brennender Gewürze,der Pfefferkörner, des Ingbers, Galgants rc. um den schlech-testen Essig so scharf und beißend zu machen, als wäre erabgezogen oder gar durch das Gefrieren zubereitet worden. —Die Polizey darf diesen Unfug nicht dulden, weil er beynaheimmer nachtheilige Folgen für unsere Gesundheit hat. — Auchhier und zwar mehr als bey irgend einem andern Geschäftesind die kupfernen, messingenen oder auch zinnernen Gefäße,Braukessel=Kannen, Faßkrahnen von äußerster Gefahr, indemder Essig in wenigen Stunden nach dem Sieben, oder wennnur wenig davon übrig und an solchen hängen bleibt, der-gleichen Geschirre stark angreifet, oder aus dem Zinne dieallzeit untermischten Bley=Theilchen auflöset, und den innerlichangebracht so schädlichen Bleyessig gibt. Auch die Apotheker,