106Der Leßer besiehe hiermit zugleich die Beschreibung derStadt Solingen, ingleichen die Charte dieses Ambts, alwo er anden Wassern alle Werckstädte gezeichnet finden wird.In dem Kirchspiel Schüller, bei den Höfen Furth genandt,wird ein schöner schwarzer Marmor gebrochen, und daselbst umbein gering Geld verarbeitet.Von dem Ambt Bornefeldt.Das Ambt Bornefeldt hat 5 Kirchspiel ohne die StadtLennep mit ihrer Bürgerschaft; die Nahmen solcher sindt: 1. Rem-scheidt, 2. Dabrighusen, 3. Dünn, 4. Warmeskirchen, 5. Hückes-wagen.Die zwey ersten sind Lutherischer Religion, die 3 lezten aberreformirt. In dem Kirchspiel Remscheidt sind sehr viel Eisen-hämmer, wie aus der Charte des Ambtes zu sehen, und dieEinwohner handeln auch viel mit Eisenwahren. Uebrigens istdas Landt gut und bringt gute Früchte; die Landstraße, welchedurch dieses Ambt lauft, bringt demselben auch etwas Nahrungabsonderlich denen in Warmeskirchen. Es wohnen nebst obgemeltenviele Fuhrleut in diesem Ambt, welche ihre Knechte außer Landtsauf den Straßen halten, und damit ihren Gewin suchen.Von dem Ambt Beyenburg.Solches ist zwar groß, aber doch nicht so gut und reich vonInwohnern, als andere Aembter, nichts destoweniger halten sich zuHerberinghusen und Lüdringhusen wackere wohlhabende Kaufleuteauf, deren Handel in Eisenwahr bestehet. In der BürgerschaftRath vorm Waldt, wie dann auch in dem übrigen Theil diesesAmbtes nehren sich die Menschen vom Ackerbau, und machen das-jenige, was etwa das Landt getragen hat, oder die Viehzuchtdarreicht, in den Städten Cöln und Bonn zu Geldt. Es hatdieses Ambt ohne die Bürgerschaft Rath vorm Waldt zu rechnen,welche auch ein Kirchspiel ausmachet, drey Kirchspiel, als 1. Steen-husen, 2. Lüdringshusen, 3. Remlingsrath. Diese 2 lezte sindlutherischer Religion, das erste aber ist Catholisch.Von dem Ambt Elverfeldt mit denen Barmen.Die Barmen bestehen nur aus einem Kirchspiel und habeneinen besonderen Richter; das Ambt Elverfeldt aber hat nur zweyKirchspiel als 1. Elverfeldt, 2. Cronenberg, welche beyde, ja
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Zwei geographische Beschreibungen des Herzogtums Berg aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts
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