weßhalben die Namen nicht allezeit dabei zu notiren, vor nöthiggeachtet habe.Uebrigens ist das Land mit allem, was zu des MenschenNothdurft oder Subsistenz nöthig, versehen und obgleich kein solcherUeberfluß vorhanden, daß sie damit andere Länder völlig ver-sorgen können, so mögen sie doch etwas davon denen außer Landswohnenden lassen zukommen; dann die am Rhein liegende Aemtersind mit Korn und andern Früchten genug gesegnet, und dieandern haben so viel als sie ins Haus jährlich bedürfen. AnViehzucht fehlet es nicht, als Rindvieh, Schaaf, Schwein. Obstist gleichfals in einigen Aemtern so viel, daß auch solches nachdem Rhein in Schiffe gebracht wird. Fisch werden so viel alsnöthig (welche sie aber meistens in Teichen halten) darin gefunden.An Brennholz fehlet es fast nirgend im Land; das Bauholzhaben die Bauern meistens um ihre Höf her gepflanzet; daß alsofast nichts zu nennen, was dem Lande fehlen möchte, dann wasdem einen Ambt abgehet, hat doch das andere. An Wildprethat es im geringsten keinen Mangel, und ist eine große Mengedarinnen anzutreffen, sintemahl es leicht zu achten, daß in denvielen Büschen und Waldungen, die in dem Lande sindt, nichtwenig sein müsse.Bergwerke, obgleich solche noch nicht überall im Gang, sindauch darin, und hat mann vor einigen Jahren in dem AmtElverfeldt angefangen Steinkohlen zu suchen. Im Ambt Stein-bach sind Eisenhütten, Eisengruben, Kupfergruben. Im AmbtWindeck hat mann Eisenberg, Kupferberg und Silberberg, wiedann solches sambt denen Hütten, Hämmern, und allen Werck-städten deutlich in jedem Amt angezeigt worden.Das ganze Landt wird in 13 Aembter (in welchen 6 Herrlich-keiten, 10 Städt und 8 sogenannte Freyheiten begriffen) getheilt,und obgleich die Richter und Beambte gedachter Aembter übersolche Herrlichkeiten und Städte nichts zu sprechen (weilen dieselbeihre besondere Richter oder Befehlshaber haben) so sind sie dochalle der hohen Landes=Obrigkeit unterworfen.Die Nahmen der Aembter sind folgende:1. Das Ambt Löwenburg sambt der Vogtey Lülsdorf.2. Das Ambt Portz sambt der Herrlichkeit Otendahl, demKirchspiel Scheiderhöh, und der Freiheit Mülheim amRhein.
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Zwei geographische Beschreibungen des Herzogtums Berg aus dem ersten Drittel des 18. Jahrhunderts
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