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Abth. 3, Die Neuzeit Supplement 1 (1882) Russische Kriege im 17. Jahrhundert
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274 I- Kriege von 16131689.

Günstlings, der sein Ziel gänzlich verfehlt und fast das Heer zu Grundegerichtet hätte, als auch auf den Ruhm und die Lobeserhebungen undBelohnungen dessen, der daran Schuld war.

Somit war also zu derselben Zeit, wo Eusslands VerbündeteOesterreich und Venedig in den Jahren 16871689 glänzende Er-folge über die Türken davon trugen, die Theilnahme Eusslands an demheiligen Bündniss gegen die Türkei eine höchst ohnmächtige und kläg-liche im Vergleich zu den dazu aufgewendeten Kräften, Mitteln undOpfern. Der einzige Nutzen dieser beiden Krymfeldzüge war vielleichtnur der gewesen, dass sie den Krym-Khan abgehalten hatten, dem tür-kischen Sultan an Dnjestr, Pruth und Donau Hülfe zu bringen.

Zum Schlüsse bemerken wir , dass mit diesen beiden ungeschicktenund deshalb auch unglücklichen Feldzügen des grossen Eusslands gegendie im Vergleich dazu machtlose, wilde, räuberische und beutegierigekrymsche Tatarenhorde die Kriegsgeschichte des alten Eusslandsjämmerlich endet,jämmerlich deshalb, weil sie zum letzten Mal diemilitärische Ohnmacht Eusslands in Folge der Unzulänglichkeit vondessen Kriegssystem beweist, das in dem Europa vom Ende des 17. Jahr-hunderts ein Anachronismus war.

Drei Monate später erfolgte das Ende der alten Ordnung, es beganneine neue Ordnung und mit ihr eine neue russische Kriegsgeschichte,welche von der alten wesentlich verschieden war.