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Abth. 3, Die Neuzeit Supplement 1 (1882) Russische Kriege im 17. Jahrhundert
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242 I- Kriege von 16131689.

mungen weiter, ohne Bedeutung oder wichtige Folgen. In Polen planteder König, nachdem er die inneren Zwiste und Unruhen beigelegt, einenentscheidenden Feldzug in der Ukraine, um sie auf beiden Seiten desDnjepr mit Krieg zu überziehen und diesen sogar noch weiter in dieGrenzen Russland's zu tragen, wozu er bei Skwarschow unweit Glinjan,östlich von Lwow, ein starkes Heer zusammenzog. Während sich das-selbe sammelte, wurde in der Ukraine auf der Versammlung zu Njäshinim Juni Brychowezky zum Hetman der linken Seite erwählt, dessenerste Handlungen waren, dass erdie ihn hassenden Samko und Solota-renko vor Gericht stellte und hinrichtete, die Tataren über den Dnjeprjagte, einige meuterische Kasaken zur Ruhe brachte, den in Kremen-tschug festsitzenden Vice-Hetman des rechten Ufers, Peter Doro-schenko, von dort vertrieb, den Dnjepr überschritt und Teterj inTschigirin einschloss, und dies Alles in der kurzen Zeit von MitteJuni bis Mitte Oktober; als er dann erfuhr, dass der König mit einemgrossen Heer inBjeloe Zerkow eingetroffen sei, zog er sich eilig über denDnjepr zurück und erbat Hülfe aus Moskau. Hier waren schon seitSeptember Anordnungen zur Vertheidigung der linksufrigen Ukraineund der Südgrenzen Russlands getroffen, und zwar sollte: Brycho-wezki, falls er sich gegen den König nicht halten könnte, alle Städtebefestigen, in Bjelgorod sich mit Romodanowski vereinen und dannsich auf die russische Hauptmacht unter dem Bojarenfürsten Kurakinbei Putiwl und dem Bojarenfürsten Tscherkasski in Bransk zurück-ziehen; um die Tataren abzuhalten, wurde zur Verstärkung des AtamanSjärko ein Corps von 500 Dragonern, Soldaten und donischen Kasakenunter Befehl des Hofbeamten (Strjaptschi) Kassagof gesendet.

Bei Skwarschow wurde Anfangs August ein zahlreiches, auswenigstens 30 000 Quartianen und Truppen deutscher Formation undetwa 10 000 Mann Hofbanner der Magnaten, der Schljachta undWygow'ski's bestehendes Heer zusammengezogen, und wenn dazu diecirca 20 000 Mann Lithauer und 20000 Kasaken Teterj's und 40000Tataren stiessen, welche in den Steppen am Dnjepr standen, so beliefsich die Gesammtzahl aller Truppen gewiss auf 120000 Mann (nachBerg hatte der König bei Bjeloe Zerkow an 90 000 Mann). Der Königselber war ihr oberster Führer, umgeben von einem prachtvollen Hofe,von Ministern und Senatoren, und offen wurde von einem Feldzuge mitgewaltigen Eroberungszwecken geredet, nicht nur gegen die Ukraine,sondern sogar gegen Moskau selbst! In dem Heere befanden sich nochviele Krieger, welche die Feldzüge gegen die Schweden mitgemachthatten, unter den Befehlshabern waren erfahrene, fähige und geschickteFührer wie Czarnezki, Johann Sobieski u. s. w. Ausserdemrechnete der König auf den Hass der linksufrigen Kasaken gegen