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endeten sein sonderbares Aeussere. Der König Friedrich Wilhelm III. vonPreussen Hess im Jahre 1800 im Lustgarten in Berlin eine Statue des FürstenLeopold mit passender Aufschrift errichten.
Drei seiner Söhne waren preussische Feldmarschälle ; der bemerkenswer-theste unter ihnen war Prinz Moritz, der sich in den drei ersten Feldzügen dessiebenjährigen Krieges ausgezeichnet hat und im Jahre 1760 an einer in derSchlacht bei Zorndorf erhaltenen Wunde starb. Ausser neun ehelichen Kindernhatte Leopold noch zwei uneheliche Söhne, die Gebrüder Bärenhorst, von denender eine als bemerkenswerther Kriegsschriftsteller bekannt ist.
IV.Schwerin.
Kurt Christoph von Schwerin, am 16. October 1684 in Pommern geboren,erhielt seine Erziehung und Bildung nach dem Tode seines Vaters durch die Für-sorge seiner Mutter und seines Oheims, des hessischen Generallieutenants Detlevvon Schwerin, welche ihn zur Beendigung seiner Bildung auf die UniversitätenLeyden, Greifswald und Rostock sandten. 1 7 Jahre alt, trat Schwerin in den Mi-litärdienst der holländischen Generalstaaten und zwar als Officier in ein Regiment,in welchem sein ältester Bruder als Oberstlieutenant diente, der im Jahre 1704im Gefechte bei Donauwörth fiel. Im Jahre 1705 wurde Schwerin zum Haupt-mann befördert, aber aus Liebe zu seinem Oheim, der seinen Abschied genommenund sich in Pommern niedergelassen hatte, ging er im Jahre 1706 als Oberst undRegimentscommandeur in mecklenburg-schwerin'sche Militärdienste über. ImJahre 1712 sandte ihn der Herzog Karl Leopold von Mecklenburg-Schwerin imgeheimen Auftrage an Karl XII. nach Bender, wo er ein ganzes Jahr blieb. ImJahre 1718 wurde er zum Generalmajor befördert und 1719 befehligte er diemecklenburgischen und russischen Truppen, welche gegen das hannoverisch-braunschweigische Corps gesammelt waren, das den Auftrag hatte, im Herzog-thum Mecklenburg-Schwerin die Bestimmungen des Kaisers gegen den Willendes Herzogs zu erfüllen. Nach einem kurzen und unentschlossenen Feldzugeaber blutigem Gefechte bei Walsmühlen, wurde er zum Generallieutenant beför-dert, ging aber, nach der Einverleibung Vorpommerns in den preussischenStaat im Jahre 1720, in den preussischen Dienst mit dem Range eines General-majors über. Der König Friedrich Wilhelm I. gab ihm viele diplomatische Auf-träge, ernannte ihn im Jahre 1722 zum Chef eines Infanterieregiments, imJahre 1730 zum Gouverneur der Festung Peiz, beförderte ihn im Jahre 1731zum Generallieutenant und decorirte ihn mit dem schwarzen Adlerorden.
Im Jahre 1733 vertrieb Schwerin mit drei preussischen Regimentern zumzweiten Mal die hannoverschen Truppen aus Mecklenburg und gewann sich da-durch ganz die Gunst des Königs, welchen er von der Zeit an beständig aufallen Reisen und Revuen in Preussen begleitete; er hatte einen entschiedenen