XLIV Einleitung.
moard, Mauvillon, der Graf von Sachsen, Mirabeau und besonders Baron Jo-mini und Napoleon I., im Allgemeinen die deutsehen und anderen Schriftstellerder neuesten Zeit vom Jahre 1815 an und besonders der letzten 30 Jahre. Vonden übrigen nehmen dann viele Schriften würdig den zweiten Platz ein undalle noch übrig bleibenden können mehr oder weniger nöthig und nützlich zurvollständigen gründlichen Erforschung und zum Studium der Kriegsgeschichtedieser Zeitperiode über verschiedene Gegenstände und Zweige sein. Aber — .wie schon früher bemerkt worden ist — die Ausgaben des 18. und sogar desAnfangs des 19. Jahrhunderts sind jetzt schon bibliographische Seltenheitenund nur in grossen öffentlichen Bibliotheken zu finden, mit Ausnahme der-jenigen Schriften, die in neueren Auflagen erschienen sind und noch erscheinen.Unter den letzteren verdienen besondere Beachtung: im Allgemeinen die aufGrundlage archivalischer Quellen oder bis jetzt nicht herausgegebener Manu-scripte verfassten analytischen und kritischen Schriften, und speciell — der-artige Schriften des preussischen Grossen Generalstabes und der besten undbekanntesten preussischen Kriegsschriftsteller. Ueberhaupt ist zu bemerken,dass der grösste Antheil in der militärhistorischen Literatur dieser Zeit-periode sowohl in quantitativer als qualitativer Hinsicht unstreitig Friedrichdem Grossen und den preussischen Militärschriftstellern und nach ihnen denösterreichischen und deutschen zufällt. Sehr viele Schriften sind auch vonfranzösischen Schriftstellern, militärischen und nichtmilitärischen, oder in fran-zösischer Sprache geschrieben. Was aber die ersten betrifft, so stehen sie,im Allgemeinen gesagt, in qualitativer Hinsicht mit Ausnahme weniger besse-ren nicht besonders hoch. Der Verfall der Militärorganisation in Frankreich,der Disciplin und des Geistes in der französischen Armee, der Mangel an gutenFeldherren und Generälen in derselben und andere Umstände, die weiter untengeschildert werden sollen, spiegelten sich auch in der militärhistorischen Lite-ratur dieser Zeitperiode ab. Sehr viele und laut gepriesene Schriften französi-scher Schriftsteller über »glorreiche und denkwürdige« Kriege und Feldzüge,Schlachten und Belagerungen, Siege und Eroberungen der französischen Ar-meen und Truppen und ihrer Führer, hochadliger Marschälle Frankreichs,entsprachen bei weitem nicht der sehr mittelmässigen Kunst der Letzterenund ihren Operationen, mit Ausnahme des Marschalls Grafen von Sachsenund theilweise Contades' und einiger wenigen Anderen.