Einleitung. XLI
sehen Verlagshandlung, Buchhandlung für Militärwissenschaften, von Fr. Luckhardtin Leipzig, — die uns zunächst liegenden Jahre bis auf die Jetztzeit umfassend.
Um Denjenigen, die es wünschen sollten, die Kriegsgeschichte der zweitenHälfte des 18. Jahrhunderts zu erforschen und zu studiren, die möglichste Er-leichterung zu bieten, sich mit allen zur Kriegsgeschichte gehörenden militärisch-historischen Schriften und Hilfsmitteln bekannt zu machen, habe ich, an derHand der oben angeführten militärisch-bibliographischen Verzeichnisse, einemöglichst vollständige Ilinweisung dieser Schriften uud Hilfsmittel, mit gehörigerAbschätzung der hauptsächlichsten, besten und nützlichsten derselben, zusam-mengestellt. Auf diese Weise beabsichtige ich auch in den folgenden Theilender allgemeinen Kriegsgeschichte der neuesten Zeit vom Jahre 1792—1815inclusive, sowohl wegen der besonderen Wichtigkeit der Kriege dieser Zeitselbst, als wegen der sich auf diese beziehenden militärisch-historischen Li-teratur zu verfahren.
Schliesslich erachte ich es für nöthig, eine kurze allgemeine Uebersichtder auf die Kriegsgeschichte der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in West-Europa bezüglichen militärisch-historischen Literatur zu geben.
In dem oben angeführten Werke des Generals Troschke sind in der Ein-leitung ausgezeichnet geschildert: 1) die gegenseitig wirkenden Beziehungender allgemeinen und der Militär-Literatur der neuesten Zeit und 2) der Zustandund der Charakter der Militär-Literatur und der Zustand und die Entwicklungder verschiedenen Armeen vor und während der Eevolutions- und Befreiungs-kriege. Ueber den ersten dieser beiden Punkte behalte ich mir vor, die rich-tigen Gedanken und Urtheile des Autors zu seiner Zeit und an seiner Stelleanzuführen, hier erachte ich es für geboten, seine Gedanken hinsichtlich deszweiten Punktes im Wesentlichen zu schildern.
Der Autor sagt, dass in der Mitte und im Laufe der zweiten Hälfe desIS. Jahrhunderts das Nachdenken jder Menschen sich in unvergleichlichhöherem Grade, als bis dahin, den Kriegsumständen uud Begebenheiten zu-wandte. Das glänzende Hervortreten Friedrich's II. auf der Bahn der Po-litik und des Krieges, wesentlich auf diesem Boden fussend, war ein Problem,dessen Lösung ein besonderes Interesse haben musste sowohl für Diejenigen,welche ihm nachzuahmen wünschten, als auch für Diejenigen, welche ihmwiderstreben wollten. Der Drang zur Analyse und Erforschung, welcher dasganze 18. Jahrhundert charakterisirt, kam hinzu und verstärkte noch die Be-wegung in dieser Richtung. Während das sprachliche Uebergewicht dieser