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breit und tief, welches auf allen vier Seiten von Musketieren, 10 Reihen tief und10 Rotten breit, umschlossen war — eine ganz ungeeignete Aufstellung für dasAgiren dieser und jener. Vor der Infanterie; etwas mehr zur Linken desvordersten Quarre's und fast an der Spitze des ausspringenden Winkels derStrasse war eine erhöhte Batterie aus sieben Kanonen grossen Kalibers aufge-pflanzt, die über den Damm und über die Musketiere in den Gräben hinwegStreichfeuer zu geben bestimmt war. Eine zweite, viel grössere, ebenfalls er-höhte Batterie war hinter der Strasse und vor der rechten Flanke des rechtenFlügels in der Nähe von Lützen errichtet. An den Flügeln der Infanterie warReiterei aufgestellt, auf dem rechten 72 Compagnien in zwei Linien, in denIntervallen fünf Compagnien Musketiere und eine grosse Bataille oder ein Quarrederselben aus 16 Compagnien, — auf dem linken Flügel 120 Reitercompagnienin drei Linien, Kroaten in der ersten, hinter ihnen in der zweiten und drittenKürassiere und Dragoner. Im Ganzen belief sich die Armee Wallenstein's auf100 Compagnien Infanterie und 201 Compagnien Reiterei mit 44 Geschützen,insgesammt 30,000 Mann (ausserdem die 8-10-12,000 Mann starken Pappeu-heim'schen Truppen). Wallenstein befand sich persönlich zwischen den beidenBataillon oder Infanterie-Quarres in der zweiten Linie und befehligte dieselben,von seinen Generalen commandirte Officutz das Quarre der ersten, Haraucourtdas Quarre" der dritten Linie, auf dem rechten Flügel Forgacz, Deffurt, Gallasund Cronenberg, auf dem linken aber in der ersten Linie Isolani,in der zweitenSchaumburg und in der dritten Diodati Reinach.
Wenn man die Schlachtordnungen beider Heere vergleicht, so ergiebt sich,dass die Frontlinie der schwedischen Armee kürzer als die der kaiserlichenwar und eine etwas schräge Stellung zu der letzteren hatte, mit dem rechtenFlügel -Gustav Adolph's) näher an derselben und mit dem linken weiter ent-fernt; der ausspringende Winkel der Landstrasse und hinter ihm die Batteiievon sieben Geschützen und die vier feindlichen Infanteriequarres, befandensich der rechten Hanke der schwedischen Infanterie und der linken Flanke disrechten schwedischen Flügels gegenüber. Alle diese Einzelheiten sind zumdeutlichen Verständuiss des Ganges der Schlacht und besonders der den TodGustav Adolph's herbeiführenden Umstände im Auge zu behalten.
Das Geplänkel begann nicht früher als um neun Uhr Morgens, das Ar-tilleriefeuer nicht vor 11 Uhr, beides noch während des Nebels. Nach kurzemetwa halbstündigem heftigem Feuer der gesammten Artillerie (130 Geschütze)von beiden Seiten rückte Gustav Adolph (gegen 11 1 / 2 Uhr) mit seiner ganzenArmee vorwärts und zwar: zwei Infanterie-Brigaden des ersten Treffens (dieschwedische und gelbe) unter demCommando des Grafen Brahe zum directen An-griff des aussprirgenden Winkels der Landstrasse und der dahinter befindlichenBatterie, der König selbst an der Spitze der Reiterei des rechten Flügels, über denFlossgraben, gegen die Reiterei des linken Flügels Wallenstein's, der Herzog-Bernhard von Sachsen-Weimar aber mit dem linken Flügel gegen den rechten