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Abth. 3, Die Neuzeit Bd. 1 (1874) Kriege der I. Hälfte des XVII. Jahrhunderts, der Dreissigjährige Krieg : 1618 - 1648
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2. Erste Periode des dreissigjährigen Krieges (16181630). 51

Mansfeld's am Main und Rhein, Tilly's und des Königs von Dänemarkan der Weser und Wallenstein's im nördlichen Deutschland bestandenhauptsächlich in Belagerungen von Festungen und Städten.

Was die Grausamkeit, mit welcher der Krieg geführt wurde, betrifft,so kann man dieselbe nicht anders als mit den dunkelsten Farben schil-dern. In Folge der allgemeinen religiösen und politischen Erbitterungund der ununterbrochenen Kriege waren die Sitten roh geworden, ver-wildert und bis aufs Aeusserste grausam. Sowohl die Truppen als auchdie Feldherren jener Zeit tragen den Abdruck dieser Rohheit, Wildheit,dieser Grausamkeit an sich und stellen eine seltsame Mischung vonglänzenden Kriegsthaten und den allergemeinsten Lastern dar. Unterallen Feldherren der Zeit sind Wallenstein, Tilly, Mansfeld und derPrinz Christian von Braunschweig diejenigen, deren Charaktere durchscharfe Züge bezeichnet sind. Die Kriegsheldenthaten derselben wurdenverdunkelt: bei Wallenstein durch ausserordentlichen Hochmuth undEhrgeiz, bei Tilly durch Blutdurst, ja sogar thierisches Wesen, beiMansfeld und dem Prinzen von Braunschweig aber durch äussersteSittenlosigkeit, Grausamkeit und Vereinigung aller dem Militär jenerZeit mehr oder weniger eigenen lasterhaften Leidenschaften.

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