724 III- Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.
gezeit berühmt gewordene Kon stant in, und der Fürst Micha elWis oh-ne w e z k i versuchten Tschernigow weg zu nehmen und zündeten es vonzwei Seiten an.
Bogdan starb bald darnach und an seine Stelle wurde ein Ver-wandter der walachischenHospodare, OberstPawel (Paul) Podkowa(Hufeisen) gewählt, der diesen Beiuamen deshalb erhielt, weil er beiaussergewöhnlicher Statur solche Kraft besass, dass er mit einer Handein Hufeisen zusammendrücken und zerbrechen konnte. Sein Neffe, derwalachische Hospodar Peter Podkowa, war von den Walachen ab-gesetzt worden und floh aus der Walachei zu ihm. Der Hetman rüstetesieben registrirte und zwei ochotschekomonnye Regimenter aus und brach1580 gegen die Walachei auf, besiegte die Walachen in zwei Treffen unddrang gegen Bukurescht vor. Aus der Stadt aber, kamen ihm die Geist-lichkeit, Magistrat und Volk entgegen und baten ihn, ihr Hospodar zusein. Er willigte ein, zog in Bukurescht ein und entliess alle Kasakennach Klein-Russland, bis auf 20, die er bei sich behielt. Kaum hattensie aber die Stadt verlassen, so erfuhren sie, dass man den Hetman ver-rätherischer Weise enthauptet habe. Andere Historiker sagen, dass ermit 1400 Kasaken in die Moldau eingedrungen sei, durch List ein mol-dauisch-türkisches Heer besiegt habe, in Jassa einrückte, die Regierungan Stelle des entflohenen Hospodaren Peter VI. Chromoi (derLahme) übernahm, einen Monat später nach Polen zurückging, durchden podolischen Commandanten Sinja wski ergriffen und in Kamenez inKetten gelegt, nach Lwow gebracht und dort in Gegenwart eines Ge-sandten des Sultans geköpft wurde.
An seine Statt wurde sein Freund, der General Jessaul JakobSchach oder Schech gewählt. Die erste That desselben war Rachean den Moldauern und Walachen für den Tod seines Freundes, des beiden Kasaken beliebten Hetmans. Er meldete an Bathori, dass dieTürken, die Moldau und Walachei beschützend, sich den Grenzen vonPolen und Klein-Russland näherten. Bathori befahl ihm. diese zuschützen, und zu diesem Zwecke das Woisko (Heer) und die Streifpar-tien zu vermehren. Dies Letztere ausführend, schickte der Hetman imJahre 1582 einen Theil seiner Truppen auf Streifztige den Dnjepr hinab,er selbst zog mit einem zahlreichen Heere den Dnjepr hinauf, brach aberplötzlich und unerwartet in die Moldau und Walachei ein, zerstörte undverbrannte die Vororte von Bukurescht, belagerte die Citadelle und for-derte die Auslieferung der Mörder des Hetmans und des HospodarenPodkowa, indem er drohte, andernfalls keinen Stein auf dem anderenzu lassen. Es wurden ihm ein Bojar und 17 Würdenträger ausgeliefert,welchen Schach Ohren und Hände abhauen und sie dann aufknüpfenHess. Der Sultan M u r ad III. forderte sogleich Genugthuung und befahl