Bemerkenswerthestc Kriege und Feldzüge. 635
Subzöw, zog mit den Polen auf der Strasse aus Subzow nach Zarewo-Saimisebtiche ab, und Zaruzki mit den Kasaken in der Richtung aufWjasma.
Während dessen hatte Lissowski sich den ganzen Winter in Sus-dal gehalten und ungestraft dessen Umgegend verwüstet. Nach AbzugSapieha's und der Tuschinoer inmitten des feindlichen Landes alleingelassen und überall abgeschnitten, entschloss er sich, mit Gewalt siclibis zur lithauischen Grenze durchzuschlagen. Mit dem Kasaken-AtamanProssowjezki zusammen ausmarschirend, ging er auf das linkeWolga-Ufer und am Koljasiner Kloster vorüber. Der dort befindlicheWojcwode Sherebzow vertheidigte sich tapfer, aber vergeblich: Lis-sowski bemächtigte sich des Klosters, plünderte und verbrannte es, undmachte alle darin Befindlichen, darunter auch Sherebzow. nieder.Nachdem diese bestialische Briganten-Unthat vollbracht war, zog - er aufFeldwegen weiter und erreichte unangefochten Welikije Luid.
Nun befand sich kein Feind mehr im Norden, Osten und Süden vonMoskau, und Skopin rüstete sich in Moskau eifrig zu dem Zuge gegenSigismund vor Smolensk. Aber es war ihm nicht beschieden die Be-freiimg des Vaterlandes zu Ende zu führen: am 25. April bei einer Taufebeim Fürsten Iwan Michailowitsch Worotynski erkrankte er nachdem Genuss eines Bechers Meth, welchen ihm die Gemahlin von Was-silji's Bruder Dimitrji gegeben hatte, an heftigem Nasenbluten undstarb nach 14 Tagen. Das Gerücht beschuldigte allgemein DimitrjiSchuiski, der Skopin gehasst hatte, ihn vergiftet zu haben. Aberdie russischen Schriftsteller jener Zeit sprechen diese Anklage nicht aus,indem sie sagen, dass »Gott allein es wisse«. Sholkjäwski, der inMoskau lebend wohl im Stande war, die Wahrheit zu wissen , verwirftdie Annahme einer Vergiftung und schreibt den Tod Skopin's einerKrankheit zu. Wie dem aber auch sein möge, der Tod Skopin's, desBefreiers von Moskau und Lieblings des Volkes, war ein harter Schlagfür Russland. ein entscheidender für den unbeliebten und nicht geach-teten Wassilj i. Skopin war nicht mehr — gerade zu der Zeit, da aufihn, der Moskau befreit hatte, sich alle Hoffnungen auf die Befreiung vonganz Russland richteten. Dazu war erforderlich den Prätendenten inKaluga zu vernichten, Sigismund zur Aufhebung der Belagerung vonSmolensk und zum Verlassen der russischen Grenzen zu zwingen. Aberdas Eine wie das Andere war nicht so leicht zu bewerkstelligen. DerUsurpator hatte eine starke Stütze an der Klasse der Leibeigenen vonganz Russland, mit Ausnahme der nordöstlichen Provinzen. Und beiSigismund war ein zwar nicht sehr zahlreiches, aber vortrefflich orga-nisirtes, geschultes, im Kriegswesen erfahrenes, und — die Hauptsache —von weit geschickteren und tüchtigeren Führern befehligtes Heer gegen-