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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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592 III. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.

welcher eben dorthin zog. In der Umgegend von Torshok sich vereini-gend, zogen Golowin und Hörn in der Stärke von 2000 Mann am 17.Juni gegen Zborowski (welcher 3000 Mann bei sich hatte), in derHoffnung, ihn unvermuthet zu überfallen. Aber sie fanden ihn zumKampf bereit und stellten nun das schwedische mit Piken bewaffneteFussvolk in die erste Linie, die schwedische und nowgoroder Reiterei indie zweite. Zborowski eröffnete den Kampf durch den Angriff vondrei Chorugwj auf die Schweden: zwei derselben wurden abgeschlagen,das dritte brach in das schwedische Fussvolk ein, drang durch dieses,warf sich auf die dahinter stehende Reiterei und verfolgte diese bis Tor-shok. Dem durchbrochenen, zerstreuten und ohne Unterstützung gelas-senen schwedischen Fussvolk drohte der Untergang, aber Tschoglokofmachte einen Ausfall, durch dessen Eingreifen die zurückjagende Caval-lerie wieder in Ordnung kam und nun den Rückzug der Trümmer desFussvolks deckte. In diesem Kampf hatten die Schweden 500 Manneingebüsst. Zborowski aber, welcher nicht mehr hoffte, vor Skopin'sEintreffen Torshok zu nehmen, wo Golowin, Tschoglokof und Hörnnoch über 2500 Mann Truppen hatten, zog sich nach Tvver zurück, woer sich mit Kernosizki vereinigte.

Am 27. Juni trafen Skopin und Delagardie in Torshok ein, wo-hin zur selben Zeit auch die von Schein aus Smolensk gesendete Ver-stärkung eilte. Schein hatte auf Wassilji's Befehl noch am 2. Januardie Fürsten Borjatinski und A d a d u r o w mit einem Heere aus Smolenskauf der Strasse nach Moskau abgesendet. Nachdem diese an der Osma (imDorogobusher District) das polnische Corps des Rittmeisters P1 o s c h k a be-siegt, hatten sie ungehindert Dorogobush besetzt, aber nicht weiter gehenkönnen, weil die dienstbaren Leute auf Anstiften des vom Prätendentengesendeten Z u b o w grösstentheils auf ihre Güter auseinandergegangenwaren, indem sie sich weigerten, den Feldzug während der beginnendenZeit der Frühjahrs-Unwegsamkeit fortzusetzen, — ein Theil war sogarauf Seite des Usurpators getreten. Die Wojewoden waren deshalb ge-zwungen, am 11. Februar nach Smolensk zurückzukehren, mit einemnur geringen Theile ihrer Mannschaft. Als das warme Wetter eintrat,hatte Schein sie am 21. Mai mit einem neu zusammengebrachten Heerewieder in derselben Richtung abgeschickt. Ein polnisches Corps unterCzish und Zaporski wollte sie nicht nach Dorogobush lassen, siewarfen es aber über den Dnjepr zurück und nahmen ihm vier Geschützeund 1500 Gefangene ab. Am 31. Mai setzten sie ihren Marsch aufWjasma fort, nahmen diesen Ort am 3. Juni, und machten, nachdemihnen von Skopin der Befehl zu ihm zu stossen zugegangen, sich nachBjeloi auf, wo sie am 12. Juni eintrafen. Die in dieser Stadt befindlichenWojewoden des Prätendenten, Fürst Chowanski und Kolytschew