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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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580 HI. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.

das zur Behauptung von Kasan erforderliche Ratj aus der Stadt zu ent-fernen; Scheremetjef belagerte Tscheboksary; Aljabjew aberrich-tete seine Operationen hauptsächlich die Oka stromauf, er wurde vorKassimow von Truppen des Kassimower Zaren geschlagen und konntekaum mit einer kleinen Zahl seiner Leute nach Murom zurückgelangen.

An der unteren Wolga gingen die Astrachanschen Kasaken gleichnach Scheremetjefs Entfernung von Astrachan zum Usurpator überund führten zu ihm nach Tuschino ihre beiden Prätendenten Zarewitsche,welche der Usurpator von Tuschino aufzuhängen befahl.

Lissowski setzte seinen Zug auf dem linken Wolga-Ufer hinabfort, schlug vor Kineschma das hier stehende Corps von Bauern, nahmdessen Anführer, den Wojewoden Boborykin gefangen und zerstörteKineschna. Von hier zog er weiter auf Jurgjewetz, wo er die Wolga über-schreiten wollte, während des Uebergangs aber wurde er durch dasSchiffs-Ratj geschlagen, welches Scheremetj ef, nachdem er Tsche-boksary genommen, ihm aus Nishni-Nowgorod entgegengeschickt hatte.Hierbei wurde der grösste Theil von Lissowski's Cavallerie, welchebereits auf die Wolga-Insel vor Jurgewetz übergesetzt war, aufgerieben,Lissowski selbst war noch mit einer kleinen Zahl seiner Mannschaftauf dem rechten Ufer geblieben und vermochte zu entfliehen. Das Schiffs-Ratj kehrte mit reicher Beute nach Nishni-Nowgorod zurück, Lissowskiaber wendete sich nach Kostroma, und da er unterhalb nicht über dieWolga zu gelangen vermochte, so schickte er die Kasaken aus, um wei-ter oberhalb Schiffe zu suchen. Weitere Nachrichten über die Ereignissevor Kostroma existiren nicht; da aber bald danach das Ipatiew-Klostersich in der Macht von Wassilji's Anhängern findet, so scheint es un-zweifelhaft, dass Lissowski nicht im Stande gewesen ist, Sherebzowzur Aufhebung der Belagerung dieses Klosters zu zwingen.

Der Rittmeister S um a, von L i s s o w s k i in Susdal zurückgelassen,verabredete mit dem Susdal er Wojewoden Pleschtschejew und demAtaman Prossowezki, welcher mit einem Kasaken-Corps in Schujastand, eine gemeinsame Unternehmung auf Wladimir. Obgleich es ihnengelang, am 19. Juni hier ein grosses Corps zarischer Anhänger zu be-siegen, von denen Viele im Kampfe fielen oder in derKljasma ertranken,so wagten sie dennoch nicht Wladimir zu stürmen, das stark mit Infan-terie besetzt war, und kehrten nach Susdal zurück, nicht nur ohne Wladi-mir genommen zu haben, sondern auch unter Verlust von Luch undSchuja, welche nach dem Abzüge Prossowezki's von bewaffnetenBauern besetzt wurden.

Während dies Alles im Wolga-Lande vor sieb ging, im Nord-Ostenund Osten von Moskau und vom Troizko-Kloster, ging es mit der Unter-