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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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Benierkenswertheste Kriege und Feldzüge. 579

Mai die Belagerung auf, Lissowski zog am rechten Wolga-Ufer hinabWeljaminow zu Hülfe, und Naumow mit dem Polen Mikulinskinach Welikoje Selo, um Eostow und das Borissogljäbski-Kloster zuschützen. Da verbliehen sie, bis sie erfuhren, dass ein ziemlich bedeu-tendes zarisches Heer unter Befehl der Golowy Kwaschin , Batjusch-kow, und Suworow sich der Gorodezker Verschanzung, Kaschins unddes Koljasiner Klosters bemächtigt habe und sogar in Uglitsch auf dasrechte Wolga-Ufer übergegangen sei, wodurch Bostow und sogar Sa-pieha's Lager vor dem Troizko-Kloster bedroht wurde. Um ein weite-res Vorrücken dieses Corps aufzuhalten, rückte Mikulinski demselbenentgegen, während Naumow ihm in Eostow den Rücken deckte. Mi-kulinski besiegte das zarische Corps vor Uglitsch, brannte diese Stadtund die Hälfte des Vororts nieder, ging dann auf das linke Wolga-Uferund bemächtigte sich durch plötzlichen Angriff auch der Gorodezker Ver-schanzung, die er gleichfalls anzündete.

Im Uebrigen fuhren die Anhänger des Zaren fort sich zu verstärkenund an der Wolga oberhalb Niskni-Nowgorods festzusetzen. Dafür aberbehaupteten die Anhänger des Prätendenten ihren Einfluss in ganzerStärke in der Mordwa, und lichteten, da sie aus Furcht vor Aljabjewnicht länger an den Oka-Ufern zu operiren wagten, ihre Anstrengungennach der anderen Seite, indem sie gegen Swjäshsk zogen. Die Kasan-schen Wojewoden und Scher emetjef schickten ihnen aus KasanTruppen entgegen, welche am 1. Januar 1609 die Rebellen vor Swjäshskschlugen und sieben Werst weit verfolgten. Davon Nutzen ziehend rückteSehereinetjef selbst aus Kasan aus und belagerte Tsckeboksary. DieArsamasker Mursen Bibai und Tereberdei, vor Swjäshsk entfliehendund die Wolga in Kosmodemjansk überschreitend, zogen auf Santschurskund Jaransk, welche sich ohne Widerstand ihnen ergaben. Hier setztensie sich fest und suchten nun das benachbarte Wjätsker Land aufzu-wiegeln, aber vergeblich. Der zarische Wojewode in demselben, FürstUchtomski schickte Truppen aus zum Schutze gegen Jaransk hin.Einige Zeit darauf sammelten die Aufrührer, es sich zu Nutze machend,dass Scheremetj ef mit der Belagerung von Tscheboksary beschäftigtwar, sich von Neuem an der Berg-Seite, um abermals gegen Swjäshskvorzudringen. Die Kasanschen Wojewoden sendeten ein starkes Corpsunter den Häuptlingen Zj usin und Chochlow gegen sie, das am 10.März sie bei Burundukow an der Swjaga aufs Haupt schlug und ihneneine Menge Gefangener, Pauken und Fahnen abnahm. Uebrigens konn-ten die partiellen Erfolge der zarischen Truppen das aufrührerische Landnicht beruhigen, dazu hätte Alatyrj und Arsamass unterworfen werdenmüssen; die in der Nähe befindlichen zarischen Truppen waren nicht imStande, diese zu belagern. Die Kasanschen Wojewoden wagten nicht,