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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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570 HI. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum dreissigjährigen Kriege etc.

drei Glockenschläge an der Belagerungs-Glocke, und auf dieses verab-redete Zeichen brachen die Ausfallenden rasch vor. Chodyrew undseine Gehülfen warfen, um die Nord-Ost-Ecke des Klosters biegend,sich mit lautem Geschrei auf die Polen am Slushnja-Weiler, brachtensie in Verwirrung und drängten sie hinter die Mühle auf die Wiese. DerGolowa Wnukow, aus dem Graben emporspringend, drang von demheiligen Thor zu dem Laufgraben vor, vertrieb die Feinde daraus undwarf sie ebenfalls den Berg hinab auf das untere Kloster und über dieMühle. Hierbei wurde der Eingang zur Mine aufgefunden, und zweiKlewentjewsche Bauern, Schilow und Slota, wagten sich hinein undentzündeten das Pulver der Mine, vermochten aber nicht sich zu rettenund bezahlten ihre heroische That mit dem Leben. Da der Eingang zurMine noch nicht verdämmt gewesen war, blieben die Mauern des Klostersunbeschädigt, die ganze Mine aber war zerstört.

Inzwischen war Essipow mit Gehülfen über den Damm des schönenTeiches kühn, aber ohne Erfolg, gegen die Batterie am Wolkuscha-Bergevorgegangen, wurde verwundet, und seine Ssotnien zogen sich auf dasuntere Kloster zu Wnukow's Abtheilung zurück. Letzterer brachte amDamm und Ufer des runden Teiches die das Corps Essipow's verfol-genden Polen und russischen Rebellen zum Stehen. Sie hielten Wnu-kow's Angriff nicht aus, wurden von ihm bis zum Terentj ewschen Hainund dem Wolkuscha-Berge gejagt und erlitten grosse Verluste. Als aberWnukow wieder zum unteren Kloster zurückging, drangen die ver-rätherischen Kasaken ihm wieder nach, und ihr Ataman Tschika tödteteden tapfern Wnuka durch einen Schuss aus der Luntenbüchse.

Da die Wojewoden einsahen, dass der Zweck des Ausfalls bereitserreicht war und das Blut der Vertheidiger des Klosters noch immer ohneNutzen vergossen wurde, so erliessen sie an Alle den Befehl, zum Klosterzurückzukehren. Aber es war nicht leicht, die durch den Kampf erhitz-ten Batniki dazu zu bewegen; viele derselben, besonders die Mönchehörten durchaus nicht und fuhren fort sich nahe der moskauischen Strassezu schlagen. Der Oberschenk und Aelteste Niphont aber brach mit200 Ratniki und 30 Mönchen aus dem Piwnoi-Hof hervor, durchschrittden Bach und warf sich auf die Batterien auf dem Krassnaja-Berge.Dies beobachtete man von der Klostermauer aus, Viele stürzten nun ausdem Konüschenner Thore, um Niphont's Abtheilung Hülfe zu bringen,trotzdem sich Golochwastow dagegen erklärte. Berittene und Fuss-Ssotnien eilten zu dem Krassnaja-Berge, nahmen Niphont's abge-schlagenen Haufen auf und erstiegen mit demselben von Neuem denBerg. Aber auch diesmal erhielten sie heftiges Kreuzfeuer in Front,linker Flanke, und sogar im Rücken aus dem Terentjewschen Haine,und geriethen in Unordnung. Polen und russische Aufruhrergingen, dies