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Abth. 2, Das Mittelalter Bd. 2 (1885) Von der Einführung der Feuerwaffen bis zum 30jährigen Kriege : (1350 - 1618)
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282 III. Von Einführung der Feuerwaffen bis zum clreissigjährigen Kriege etc.

der des Neffen. Jurji ging nach Galitsch zurück und bat abermals umWaffenstillstand, diesmal auf 1 Jahr. In Moskau aber hatte man begriffen,dass, wenn ihm daran liegen musste, Zeit zu gewinnen, so dein Was-silji dagegen die Beschleunigung der Angelegenheit höchst wünschens-werth sei, und so wurde denn auf allgemeinen Eath der MetropolitPhotgi selbst nach Galitsch geschickt, um Jurji zu dauerndem Friedenzu bewegen. Jurji aber gab nicht nach, forderte den "Waffenstillstand,schickte jedoch schliesslich 2 Bojaren nach Moskau, welche den Friedenunter der Bedingung abschlössen, dass der Khan Ulu-Machmet denStreit zwischen Neffen und Onkel entscheiden solle. Aber die Zeitenwaren vorüber, wo man des Khans Aussprüche respektirte, und wederJurji noch Wassilji begaben sich zum Khan. Endlich, im Jahre 1428,schloss Jurji, an weiterem Erfolge verzweifelnd, mit Wassilji einenVertrag, in welchem er sich verpflichtete, bei Wassilji's Lebzeitennicht nach dessen Grossfürstenthum zu trachten. Der Grund hiervon warder, dass "Wassilji's Mutter ihn und sein moskauisches Grossfürsten-thum ihrem Vater "Witoft anvertraut hatte. 1430 aber starb Witoft undan seine Stelle in Lithauen rückte Fürst Swidrigailo, der Schwagerund Freund Jurj i' s. Letzterer sendete nun, sich dies zu Nutze machend,im Jahre 1431 an "Wassilji den Vertrag zurück nebst einer Appellationan des Khans Schiedsgericht, und so reisten beide Fürsten zum Khan.Als Jurji mit seinem Günstling, dem mächtigen Mursen Teginja ausder Horde zur Krym reiste, wusste einer der vornehmsten moskauischenBojaren, der mit "Wassilji gewesen war, der verschlagene und gewandteWsewoloshski sich bei denMursen des Khan so einzuschmeicheln undihre Eigenliebe und Hass gegen Teginja so aufzustacheln, dass aufihren Einfluss hin der Khan im Frühjahr 1432 an Wassilji den Jarlykoder Verleihungsurkunde über das Grossfürstenthum ertheilte, währendJurji nur die Stadt Dmitrow, welche seinem verstorbenen Bruder Petergehört hatte, zurück erhielt. Diese Entscheidung konnte natürlich denStreit nicht schlichten, sondern fachte ihn von Neuem an. Jurj i wolltediese Kränkung nicht hinnehmen, und in Moskau konnte man sich keinesgesicherten Erfolges erfreuen, bis er nicht ganz beseitigt war. Da er sichin Dmitrow nicht zu bleiben getraute, so begab Jurji sich nach Galitsch.und sogleich schickte nun Wassilji den Statthalter Jurji's aus Dmi-trow fort und nahm .diese Stadt in Besitz. Wsewoloshski, welchersich beleidigt fühlte, weil Wassilji's Mutter Sophia nicht zugab,dass ihr Sohn sich mit dieses Bojaren Tochter vermählte, sondern daraufbestand, dass er Maria heirathe, die Enkelin Wladimir's Andrej e-witsch, verliess Moskau und begab sich zuerst zu Jurji's BruderKonstantin, dann zu den Fürsten vonTwer, und endlich zu Jurjiselbst und suchte sie gegen Wassilji aufzureizen. Es kam noch eine