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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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35. Kriege der Römer zur Zeit der inneren Unruhen (13330 v. Chr.). 369

vor deren Schlauheit und Hinterlist er sich ebenso sehr zu hüten hatte,als der Kampf mit ihrer erheblichen Macht schwer war. Zuerst wandteer sieh gegen die Albaner, besiegte im Winter (December) in einemTreffen an den Ufern des Flusses Cyrus oder Cyrnus (der heutige Kur)ihr 40,000 Mann starkes Heer, machte dann Frieden mit ihrem Königeoder Fürsten, Oröses, und überwinterte in Albanien. Im Frühjahr 65zog er nach Westen gegen die Iberer, welche bis dahin noch von Nie-mand überwunden worden, zu dieser Zeit aber dem Mithridates freund-lich, den Römern dagegen feindlich gesinnt waren. Ihr König oder Fürst,Artoces, schwankte zwischen der Abneigung gegen die Römer und derFurcht vor ihren Waffen, und bot ihm erst freien Durchzug durch Iberienan, verweigerte ihn aber gleich darauf. Endlich zum Kampfe gezwungenund in demselben mit einem Verlust von 9000 Todten und 10,000 Ge-fangenen besiegt, bat er um Frieden und erhielt ihn, nachdem er seineSöhne als Geiseln gegeben hatte. Nun fiel Pompejus in Kolchis ein,begegnete hier aber solchen Hindernissen, dass er sich genöthigt sah,den weiteren Marsch nach Norden aufzugeben und auf die Hoffnung, denMithridates zu erreichen, zu verzichten. Ein Aufstand der Albaner gabihm den erwünschten Vorwand zum Rückmarsch. Nachdem er seinemLegaten Servilius, der mit einem Theil der Flotte an der Mündung desPhasis eingetroffen war, befohlen hatte, Mithridates von der See ab-zuschneiden und vollkommen im cimmerischen Bosporus einzuschliessen,ging er nach Albanien zurück und x stiess am Fluss Cyrus an einer fürden Uebergang günstigen Stelle auf die Albaner, welche deshalb auchden Fluss durch einen in denselben eingerammten Pallisadenzaun ver-sperrt hatten. Pompejus umging diesen Ort auf ziemlich weitem Um-wege (es ist unbekannt, ob stromauf oder stromab), fand eine Furt,stellte hier quer durch den Fluss der sehr starken und schnellen Strö-mung entgegen die geschlossene Reiterei, dann etwas abwärts einegleiche Reihe von. Wagen und Lastvieh und führte dann noch weiterunterhalb das Fussvolk hindurch. Da er demnächst eine wasserloseGegend durchziehen musste, so Hess er 10,000 Schläuche mit Wasserfüllen und durch die Truppen mitnehmen, und erreichte so glücklicheinen Fluss, welchen Plutarch und Dio Cassius Abas nennen (wahr-scheinlich der heutige Alazani), über welchem über 60,000 Fusstruppenund 2000 Reiter der Albaner Stellung genommen hatten, schlecht bewaff-net, und geführt von Cossis, dem Bruder des Oröses. In dem hier statt-findenden Kampfe tödtete Pompejus eigenhändig den gegen ihn an-sprengenden Cossis, worauf die Albaner sich nur noch schwach zur

längs der Westküste des hyrkanischen oder kaspisehen Meeres, und 3) Iberien, inder Mitte zwischen beiden auf der Südseite des Kaukasus.

Galitzin, Allgem. Kriegsgeschichte. I, 3. 24