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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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35. Kriege der Römer zur Zeit der inneren Unruhen (13330 v. Chr.). 3(33

moralisation, unersättliche Habgier und der zügellose aufrührerischeGeist der Lucullischen, wie überhaupt aller römischen Truppen jenerZeit, 4) der ungeduldige Wunsch derselben, endlich in Ruhe die vonihnen im Orient gewonnenen Reichthtimer zu gemessen, 5) besondersihre Abneigung gegen Lucullus, woran er allerdings zum Theil selbst dieSchuld trug. Ein Mann von ausgezeichnetem Geiste und Verstände, un-eigennützig, gerecht, ein geschickter und unerschrockener Feldherr,schien er Alles in sich zu vereinigen, was im Stande war, ihm die all-gemeine Achtung und Liebe zu erwerben. Leider aber fehlte ihm Eins, er verstand nicht, sich die Liebe und Anhänglichkeit seiner Unter-gebenen zu gewinnen. Nach Angabe des Dio Cassius war er zu strengegegen sie, forderte zu viel von ihnen, war schwer zugänglich für sie undebenso unerbittlich in den Bestrafungen wie strenge in den dienstlichenAnforderungen, besass nicht die Gabe, durch kluge verständige Verbin-dung von Strenge und Milde sich die Krieger geneigt oder durch Aus-zeichnungen, Belohnungen und Geschenke sich Freunde zu machen underwarb sich bei allem Wohlwollen und aller Rechtschaffenheit nur Feinde.Daher kam es, dass, als im Jahre 67 sich in seinem Heere die Nach-richt verbreitete, die ehemals Firnbrischen Legionen hätten ihre Ent-lassung vom Dienste erhalten, der Proconsul Marcius Rex sei zum Statt-halter von Cilicien und der Consul Acilius Glabrio zum Statthalter vonBithynien und Pontus und zum Oberbefehlshaber in dem Kriege gegenMithridates ernannt, zuerst die früher Firnbrischen Legionen und nachihnen auch die übrigen Truppen des Lucullus offen rebellirten und Lu-cullus durch Nichts sie zu beruhigen vermochte. Dies benutzte Tigranes,welcher schon im Winter 68 auf 67 einen Theil von Armenien wieder inseinen Besitz gebracht hatte, belagerte Lucull's Legaten Fannius jmeinem Schlosse und würde ihn ganz bestimmt zur Uebergabe gezwungenhaben, wenn Lucullus ihn nicht befreit hätte. Zur selben Zeit kehrteauch Mithridates mit 4000 eigenen und 4000 von des Tigranes Truppennach Pontus zurück, schlug den ihm entgegentretenden Legaten LucuH's,Fabius Adrianus, aufs Haupt und belagerte ihn mit dem Reste seinerTruppen in Kabira. Als Triarius mit allen Truppen, die er irgend hattezusammenraffen können, dem Adrianus zur Hülfe heranzog, hob Mithri-dates die Belagerung von Kabira auf und wurde durch Triarius bis Ko-mana verfolgt. Im Frühjahr 67 aber, nachdem er seine Truppen durchneue Aushebungen verstärkt hatte, rückte er aufs Neue gegen Triariusvor, mit der Absicht, ihn gänzlich aus Pontus zu verjagen, bevor Lucullusihm Hülfe zu bringen vermöchte. Da Triarius dem Kampfe auswich, somachte, um ihn zu demselben zu zwingen, Mithridates Anstalten zur Be-lagerung einer festen Burg, in der sich alle schwere Bagage der ArmeeLucull's befand. Diese List gelang ihm: die Truppen des Triarius, in