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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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35. Kriege der Römer zur Zeit der inneren Unruhen (13330 v. Chr.). 359

griff, nachdem er für seine Person für den Winter nach Ephesus zurück-gekehrt war, erneute strenge Massregeln, um die Missbräuche der römi-schen "Wucherer und Steuerempfänger abzustellen. Durch alle dieseSchritte erwarb er sich in Kleinasien die allgemeinste Dankbarkeit undLiebe.

§. 244.

Krieg der Römer gegen Tigranes. Marsch des Lucullus nach.Grossarmenien. Schlacht bei Tigranoeerta (7069).

Nach Unterwerfung des Pontus schickte Lucullus seinen SchwagerAppius Claudius zu Tigranes, um Mithridates' Auslieferung zu fordern.Tigranes hatte nicht die Absicht, sich durch Unterstützung Mithridat'smit den Römern in einen Kampf zu stürzen: allein der ungewöhnlichhochfahrende strenge Ton, in welchem Appius Claudius von ihm dieAuslieferung des Mithridates forderte, indem er anderenfalls ihm mitKrieg drohte, kränkte und beleidigte ihn, und er erklärte, dass er sichzu vertheidigen wissen werde, wenn die Römer ihn angriffen, nahm Mi-thridates unter seinen Schutz und begann ein zahlreiches Heer zu sam-meln (70). Lucullus beschloss sogleich, dem Tigranes durch Hinein-tragung des Krieges in dessen eigenes Gebiet zuvorzukommen, und gingdeshalb von Ephesus zu seiner Armee, die in Pontus stand. Hier fander, dass Cotta nach zweijähriger Belagerung Heraklea's sich dieser Stadtendlich bemächtigt hatte und dann nach Rom zurückgekehrt war. NachVereinigung von Jenes Truppen mit den seinen belagerte und eroberteLucullus Sinope und vollendete die Unterwerfung von Pontus durch dieEinnahme von Amasia. Im Winter von 70 auf 69 scbloss er ein Blind-niss mit dem bosporanischen König Machares, einem Sohne Mithridat's,und brach dann im Frühjahr 69, unter Zurücklassung seines LegatenSornatius mit 6000 Mann in Pontus, selbst mit nur 12,000 Mann Fussvolkund 3000 Mann Reiterei nach Grossarmenien auf. Sein Unternelimen er-schien Vielen zu kühn, die Truppen murrten und setzten sich nur ungernin Marsch, in Rom aber schrieben die Feinde Lucull's ihm den Wunschzu. den Krieg unter seinem Oberbefehl nur in die Länge zu ziehen, umsich durch den Krieg zu bereichern. Lucullus war in seinem Entschlussaber unerschütterlich, überschritt den Euphrat und Tigris und rücktedirect auf des Tigranes Hauptstadt Tigranoeerta los. Tigranes, vonHochmuth und durch die Schmeichelreden seiner Höflinge verblendet,hatte die Absicht, selbst in Cilicien einzufallen und war Überzeugt, dassLucullus nicht allein nicht wagen werde, nach Armenien zu gehen, son-dern dass er beim ersten Erscheinen des zahlreichen armenischen Heeres