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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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34. Kriege der Körner zur Zeit der inneren Unruhen (13330 v. Chr.). 337

Flügel aus, schlug die Flügel des Hirtulejus mit leichter Mühe und griffdann se'in Centrum in Front und beiden Flanken an; nach heftigemKampfe wurde auch das Centrum geschlagen. Hirtulejus hatte gegen20,000 Mann verloren, floh und wurde bald in einem anderen Treffengetödtet. Seine Niederlage und sein Tod schmerzte den Sertorius, ent-muthigte ihn aber nicht, und bald machte er den Unfall auf dieser Seitedurch einen wichtigen Erfolg über Pompejus wieder gut. Der Letzterewar, nachdem er Perperna (nahe dem h. Valencia) besiegt hatte, gegenSertorius vorgerückt. Beide suchten sie eine Schlacht, Sertorius, umeinen Gegner weniger gegen sich zu haben, Pompejus, um mit Nie-mand den Sieg theilen zu müssen. Nahe der Stadt Sucro (Sucrone, ander Mündung des h. Xucar) fand ein erbitterter Kampf statt, in welchemder Erfolg überall da auf Seite des Sertorius war, wo er sich persönlichbefand, Anfangs auf dem rechten, dann auf seinem linken Flügel, mitwelchem er auch des Pompejus rechten Flügel vollkommen zurück-drängte (Pompejus selbst entging hierbei kaum der Gefangenschaft).Aber des Sertorius rechter Flügel wurde nach seiner Entfernung durchAfranius, Legaten des Pompejus, gänzlich besiegt, welcher bei der Ver-folgung das Lager des Sertorius nahm und zu plündern begann. Ser-torius indessen kehrte sich dorthin und verjagte ihn, und auf diese Weiseendete der Kampf fast mit gleichem Erfolge und Verluste, denn auf beidenSeiten war ein Flügel geschlagen und hatte der andere gesiegt. Im All-gemeinen aber war doch der Erfolg mehr auf Seite des Sertorius ge-wesen, und dieser wollte am anderen Morgen schon den Kampf erneuen,als die Vereinigung des Metellus mit Pompejus ihn bestimmte, diesenGedanken aufzugeben*), und sein Heer aufzulösen, nachdem er demselbenZeit und Ort zum Wiedersammeln bestimmt hatte (was er sehr oft that).Darauf bemühten sich Pompejus und Metellus, welche mit combinirterMacht und in musterhaftem Einverständniss operirten, lange vergeblichden Sertorius zu einem allgemeinen Kampfe zu zwingen; er wusste demstets mit Geschick auszuweichen und führte nur den kleinen Krieg, Pom-pejus und Metellus die Zufuhren abschneidend und sie am Fouragirenverhindernd. Mangel an Lebensmitteln zwang sie schliesslich, mit derganzen Armee zum Fouragiren auszurücken. Sertorius wollte siewiederum am Futterholen hindern und ward bei Segontia in einen un-vermeidlichen grossen und allgemeinen Kampf mit ihnen verwickelt.Nachdem er Pompejus auf dem einen Flügel zurückgedrängt und besiegt

*) Bei dieser Gelegenheit äusserte er höhnisch : «Wäre das alte Weib (Me-tellus) nicht zur rechten Zeit gekommen, so hätte ich diesen Kna-ben (Pompejus) gezüchtigt, wie sich's gebührte (nämlich mit Euthen)und nach Rom zurückgeschickt.«

öalitzin, Allgem. Kriegsgeschichte. I, 3. 22