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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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34. Kriege der Römer zur Zeit der inneren Unruhen (13330 v. Chr.). 331

midien. Aus Utica rief ihn Sulla nach Rom zurück, wo er ihn zum Lohnfür die geleisteten Dienste (trotzdem er nur ein Ritter war) mit demgrossen Triumphe und dem Beinamen der Grosse beehrte (80).

§. 232.Erneuerung des Krieges zwischen Murena und Mithridates in Klein-Asien. Schlacht am Halys-Plusse (82). Beendigung des Krieges

durch Sulla (81).

Während dies im Westen geschah, hatte Mithridates die aufständi-schen Colchier zur Ruhe gebracht und, um die gleichfalls aufrührerischenBewohner des cimmerischen Bosporus niederzuwerfen, ein zahlreichesHeer und Flotte zusammengebracht. Murena, von leidenschaftlicherSucht nach dem Triumph getrieben, ergriff mit Freuden diese Gelegen-heit zur Erneuerung des Krieges gegen Mithridates, indem er vorwandte,dass die von ihm aufgestellten Truppen nicht gegen die Bosporaner,sondern gegen die Römer bestimmt seien, und dass ausserdem Mithridates,dem Vertrage mit Sulla zuwider noch in vielen Festungen KappadociensBesatzungen habe. Archelaus, auf welchen Mithridates seit der Schlachtbei Chäronea den Verdacht geworfen hatte, dass er ihn im Interesse derRömer verrathe, und der sich deshalb zu Murena geflüchtet hatte, be-stärkte den Letzteren noch in seinen Absichten. Im Jahre 83 brach Mu-rena, ohne vorhergängige Kriegserklärung an Mithridates, in Kappadocienein, machte eine kleine mithridatische Cavallerieabtheilung nieder, be-mächtigte sich der Stadt Komana in Kappadocien und plünderte den dortbefindlichen sehr reichen Tempel der Bellona. Mithridates schickte, ohnezu den Waffen zu greifen, eine Beschwerde an den römischen Senat (82);der Senat befahl auch ostensibel dem Murena, den Krieg einzustellen,heimlich aber, ihn fortzusetzen, und Murena drang gegen den Halysflussund die Hauptstadt Mithridat's, Sinope, vor. Mithridates stellte ihmseinen Feldherrn Gordius entgegen mit einem Theil seiner Streitmacht;er selbst folgte mit der Hauptmacht dem Gordius nach. Am jenseitigenUfer des Halys stiess er auf Murena, erzwang den Flussübergang undlieferte dem Murena eine Schlacht, die sehr hartnäckig und anfänglichfür Mithridates günstig war, dann aber damit endete, dass weder Mithri-dates, noch Murena den Sieg gewannen und Beide zurückgingen, derErstere nach Kolchis, der Letztere nach Phrygien. Die Gründe hierfürsind wegen Mangels an historischen Nachrichten unbekannt.

Im folgenden Jahre (81) verbot Sulla, der die Würde eines Dictatorsangenommen hatte, dem Murena die Fortsetzung des Krieges, undschickte Gabinius, um zwischen Mithridates und Ariobarzanes Friedenzu stiften: Beides wurde vollkommen nach seinem Willen ausgeführt.