Einunddreissigstes Kapitel.
Die Körner bis zur Zeit der Bürgerkriege(133—30 y. Chr.).
§. 203. Militärische Organisation und Einrichtungen im Allgemeinen. — §. 204. Ver-schiedene Truppengattungen, ihre Bewaffnung und Anzahl. — §. 205. Aufstellungund Kampfart der Truppen. — §. 206. Innere Organisation und Geist der Trup-pen. — §. 207. Lagerkunst, Befestigungs- und Belagerungskunst, Ballistik. —§. 208. Stand der Kriegskunst im Allgemeinen. — §. 209. Streitkräfte und Kriegs-kunst zur See.
Alte Quellen: hauptsächlich: Appian, Plutarch, Dio Cassius, Vellejus Paterculus,Titus Livius, Sallust, ausserdem : Justinus, Florus, Pausanias, Eutropius, Fla-vius Josephus und die Bücher der Maccahäer; — neuere historische HüIfs-inittel: Rollin und Cre'vier, Fergusson, Vertat, Levesque, Wegner, Michelet,Mommsen, Amedee Thierry, besonders Montesquieu, De Brosses: Histoire de larepublique romaine (1777), Hegevisch, Meeren, Lorenz, — Ottenberger, Kausler,Liskenne et Sauvan: Bibl. hist. et milit. u. s. iß., xoie sie schon im 1. Bande in derEinleitung angeführt sind.
§. 203.Militärische Organisation und Einrichtungen im Allgemeinen.
Mit dem Beginn der inneren Unruhen in Rom verändert sich derGeist und das Wesen seiner militärischen Organisation und Einrichtun-gen vollständig und geräth rasch in Verfall. Die hauptsächlichsten Ur-sachen hierfür waren: die allgemeine innere Desorganisation — un-vermeidliche Folge der Bürgerkriege, und die ungesetzlichen verderb-lichen Massregeln der Ehrgeizigen, welche nach der obersten Gewaltstrebten. Unter ihnen gab zuerst Marius den alten ausgezeichneten mili-tärischen Einrichtungen Roms einen gewaltigen Stoss. Als er das Con-sulat erlangt hatte, ein Mann von plebejischer Herkunft und Feind der
Galitzin, Allgem. Kriegsgeschichte. 1,3. 17