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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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30. Kriege der Römer nach dem zweiten punischen Kriege (200-133 v. Chr.). 231

Scipio hatte 2 römische und 2 Bundesgenossen-Legionen (21,(500Mann zu Fuss und 1800 Mann zu Pferde) und etwa 7000 Mann Hülfs-truppen des Eumenes und der Achäer, im Ganzen ungefähr 30,000 Mannmit 15 Elephanten, ging aber kühn dem Antiochus entgegen und lieferteihm eine Schlacht. Gleich zu Anfang wurden die vor die Sichel- undStreitwagen des Antiochus gespannten Pferde durch das Geschrei des rö-mischen leichten Fussvolkes und der römischen Keiterei, welche in kleineAbtheilungen getheilt waren, scheu gemacht und gingen mit den Sichel-wagen nach rückwärts auf des Antiochus linken Flügel zu durch, densie in Unordnung und Verwirrung brachten. Hinter ihnen drein stürztendie Kameele. Die hinter den Streitwagen und Kameelen stehendenTruppen wandten sich nun zuerst zur Flucht. Die Kataphrakten vomlinken Flügel des Antiochus hielten den Angriff, der römischen Keitereiaus, wurden aber durch denselben zurückgedrängt und in Unordnungauseinandergesprengt, und hinter ihnen her flohen alle übrigen Truppendieses Flügels. Die Verwirrung und Unruhe theilte sich auch der Pha-lanx mit. Von dem römischen schweren Fussvolk angegriffen, durch dieFlüchtlinge des linken Flügels gedrängt und in Unordnung gebracht,konnten die Phalangiten sich ihrer Sarissen nicht frei bedienen, wurdendagegen von den zahlreichen Geschossen der Römer vielfach getroffen.Die in den Intervallen der Phalanx stehenden Elephanten brachten garkeinen Nutzen, weil die Römer, welche schon in Afrika gelernt hatten,wie sie sich gegen diese Thiere zu verhalten hatten, ihnen theils Wurf-geschosse in die Seiten schleuderten und sie so tödteten, theils ihnen dieKniekehlen durchhieben. Auf diese Weise wurden die vorderen Gliederder Phalanx zum Weichen gebracht, und schon begannen die Römer diehinteren Glieder anzufallen. Inzwischen aber hatte Antiochus selber mitseinem rechten Flügel den linken römischen in Front und Flanke an-gegriffen, die römische Reiterei geworfen, und das dahinter stehendeFussvolk desselben Flügels stürzte nun in wilder Flucht dem römischenLager zu. Der im Lager befindliche Tribun Marcus Aemilius hielt in-dessen die Fliehenden auf, indem er mit den 2000 Triariern ihnen zurUnterstützung entgegenrückte, welche zum Schutz des Lagers zurück-geblieben waren, und brachte den verfolgenden Antiochus zum Stehen.In diesem Augenblick war es auch dem Fussvolk des rechten römischenFlügels endlich gelungen, die den tapfersten Widerstand leistende Pha-lanx zurückzuwerfen, und in Front, linker Flanke und im Rücken an-gegriffen, musste Antiochus sich zur Flucht wenden und eilte in seinLager zurück. Die Römer verfolgten die Fliehenden dorthin, welche aufihrem Wege mit den Sichelwagen, Elephanten und Kameelen zusammen-rannten und dadurch viele Leute einbüssten, indem ein grosser Theilderselben erdrückt und zertreten wurde. Vor dem Lager und dann auch