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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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192 III. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

ersten Linie der Hastaten, um die Stellung der zweiten und dritten Liniebesser zu decken, und befahl seinen Veliten den Kampf durch einen An-griff auf die Elephanten zu beginnen; im Fall sie aber zu sehr von diesenbedrängt würden, sollten sie die Thiere in die Zwischenräume zwischenden Manipeln der ersten Linie treiben, von wo die behenderen Velitenhinter die dritte Linie zurücklaufen, die übrigen aber nach rechts undlinks hinter die erste und zweite ausweichen sollten. Die Frontaus-dehnung des römischen schweren Fussvolks bestand auf diese Weise aus60 Manipeln, jede zu 20 Hotten, und erstreckte sich auf 7200 römischeFuss (incl. Zwischenräume).

Hannibal hatte seinerseits, nach der Angabe einiger Schriftsteller,im Ganzen ca. 50,000 Mann, nach Polybius aber in der ersten Linie12,000 Mann, und die weiteren Umstände der Schlacht ergeben, dass erin der zweiten Linie ungefähr ebensoviel gehabt hat, in der dritten aberdoppelt so viel, nämlich 24,000 Mann; die Zahl seiner Reiterei ist nichtgenau bekannt, wahrscheinlich war sie annähernd der des Scipio gleich.Die Front seiner Armee durch 80 Elephanten deckend, stellte Hannibalhinter diese ungefähr 12,000 Mann ligurischer, gallischer, balearischerund mauritanischer Hülfstruppen, die Trümmer der Mago'schen Armee,in einer Phalanx von zehn Gliedern Tiefe und einer Frontausdehnungvon etwas über 3600 römische Fuss (folglich etwa halb so breite Front,als das römische schwere Fussvolk war). In die zweite Linie, auf dengewöhnlichen Abstand von der ersten, stellte Hannibal das karthagischeund afrikanische schwere Fussvolk (das nach Hasdrubal's Niederlage aus-gehoben war) , fast in gleicher Stärke und in derselben Formation wiedas erste Glied. Die dritte Linie wurde in einem Abstand von mehr alseinem römischen Stadium (125 geometrische Schritt) hinter der zweitenLinie (also viel weiter von der zweiten Linie ab, als diese von der ersten)aus allen seinen Veteranen aus Italien gebildet, grösstentheils Bruttiern,ungefähr 24,000 Mann stark und ebenfalls in Phalanx formirt, zehnGlieder tief und in einer Frontbreite, die jener des römischen schwerenFussvolks ziemlich gleich kam. Auf den rechten Flügel wurde demLälius die karthagische Reiterei gegenübergestellt, auf dem linken demMasinissa gegenüber die numidische. Hannibal gründete diese Art derAufstellung seines Heeres auf seine Kenntniss der Stärke von Scipio'sArmee wie der gewöhnlichen Formation der Römer zum Kampfe undihrer Kampfweise. Da er aus der Ausdehnung ihrer Front schloss, dasssie in Manipeln ständen und dass die Manipeln der Principes wie ge-wöhnlich auf die Zwischenräume der Manipeln der Hastati gestellt, dieTriarier aber allein in Reserve gehalten würden, so hoffte Hannibal un-zweifelhaft, dass die äussersten Enden der römischen Linie nicht imStande sein würden, seine erste und zweite Linie zu umfassen, dagegen