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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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166 III. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

Heer in zwei Linien auf, die Consuln das ihrige in drei Linien. Dierömische Reiterei (die am Kampfe nicht Theil nahmj stand, vemmthliehaus demselben Grunde, hinter der dritten Linie.

Hasdrubal, mit dem Muthe der Verzweiflung entschlossen zu siegenoder zu sterben, eröffnete zuerst den Kampf durch einen heftigen An-griff seines rechten Flügels gegen Livius. Der erste Stoss war gewaltig,und die Afrikaner kämpften gegen die erste Linie des Livius mit gutemErfolge. Die Elephanten richteten Anfangs einige Unordnung unter ihnenan, als aber die beiden ersten römischen Linien enger aneinander rückten,thaten die zwischen den Kämpfenden eingeschlossenen, durch den Lärmder Schlacht und das Geschrei der Krieger erschreckten und von denRömern verwundeten Elephanten ihren eigenen Linien ebensoviel Schadenals den römischen. Inzwischen hatte Nero bemerkt, dass das Terrainihm nicht möglich mache, die Gallier weder in Front noch in Flanke an-zugreifen, aber auch in gleicher Weise die Gallier verhindere ihn zuattakiren. Er zog hiervon in geschickter Weise Nutzen, indem er eineBewegung und einen Angriff ausführte, welche den Sieg entscheidensollten. Die Cohorten seiner ersten Linie auf ihrer Stelle belassend zoger, durch sie gedeckt, mit den Cohorten der zweiten und dritten Liniesich hinter der römischen Frontlinie nach links herum und griff dieHispanier (auf dem äussersten rechten Flügel Hasdrubal's) in Flanke undRücken an. Hierdurch wurden die Hispanier von drei Seiten angegriffenund nun vollständig geschlagen, ihre Niederlage theilte sich allmälig denAfrikanern, Liguriern und schliesslich auch den Galliern mit; dieLetzteren leisteten am wenigsten Widerstand und Hessen sich fast ohneGegenwehr niederstossen oder gefangennehmen. Von den 10 Elephantenwurden 6 durch ihre eigenen Führer getödtet, 4 von den Römern einge-fangen. Als Hasdrubal nach vergeblichen Bemühungen zur Wiederher-stellung der Ordnung in seinen Reihen und mit verzweifelter Tapferkeitkämpfend erkannte, dass Alles verloren, stürzte er sich mitten in diefeindlichen Cohorten und fand so seinen Tod, würdig eines Sohnes desHamilkar und eines Bruders Hannibal's. Seine Armee erlitt eine solcheNiederlage, dass sie nur jener der Römer bei Cannä zu vergleichen: mitAusnahme von 5400 Mann Gefangener und einiger Wenigen, die ent-rannen (darunter wahrscheinlich auch die Reiterei) wurden fast alleKrieger dieser Armee, soweit sie am Kampfe theilgenommen, niederge-macht. Die Römer büssten auch 8000 Mann ein, befreiten aber 4000römische Kriegsgefangene.

Ueberblicken wir die Operationen und Thaten Hasdrubal's und derrömischen Consuln, namentlich des Claudius Nero bis zur Schlacht amMetaurus und in dieser Schlacht selbst im Zusammenhange, so kann manden Ersteren nur tadeln, den Letzteren nur Lob zollen. Das unglückliche