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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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140 III. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zu Augustus (32330 v. Chr.).

ruhte auf Zufuhr zur See durch die Flotte von Sicilieu her. Der Präfectvon Rhegium brachte 20 grosse und kleine Kriegsschiffe auf, mit denener zur Deckung eines solchen Lebensmitteltransportes zu der Burg vonTarent hin sich aufmachte. Aber 15 Meilen von Tarent ward die römischeEscadre von der tarentinischen angegriffen, und theils versenkt, theilsans Ufer gedrängt, die Transportschiffe retteten sich durch die Flucht.Dagegen wurden auf dem Festlande 4000 tarentinische Fourageurs von2000 Mann der römischen Garnison theils niedergemacht, theils zer-sprengt. Auf diese Weise erhielten weder die römische Besatzung, nochdie Einwohner von Tarent die Lebensmittel, deren sie gleichmässig be-dürftig waren.

Marcellus nahm bald nach der Wegnahme von Salapia noch zweiandere Städte im Samnischen und in diesen etwa 3000 Karthager ge-fangen, ausserdem erbeutete er grosse Vorräthe an Weizen und Gerste.Der Proconsul Cnejus Fulvius hatte ein Lager gegenüber von Herdoneanahe bei Salapia in Apulien aufgeschlagen, in der Absicht, diese Stadtzu belagern und einzunehmen, welche nach der Schlacht bei Cannä gegenBorn aufgestanden, aber weder durch Lage noch Besatzung stark war,und von deren Einwohnern Einige mit Fulvius heimliche Verbindungenunterhielten. Hannibal, durch seine Spione hiervon unterrichtet, Hess dieBagage in Bruttium in einem sicheren Orte zurück, brach mit seinem an25 bis 30,000 Mann starken schweren Fussvolke und etwa 6000 Reiternauf und eilte, erleichtert zum Marsche, in forcirten Märschen nach Herdo-nea, wo er sofort unfern von Fulvius' Lager sich in Schlachtordnung auf-stellte. Der Letztere, obgleich schwächer als Hannibal (20,000 Mann zuFuss und 1840 Mann zu Pferde) wollte dennoch den Kampf nicht ver-meiden , rückte aus dem Lager und formirte sein schweres Fussvolk inCohorten in zwei Linien, je eine römische und eine Bundesgenossen-legion in jeder, die Veliten davor, die Reiterei aber gleichmässig ver-theilt auf die Flanken. Hannibal seinerseits formirte sein schweres Fuss-volk (an Zahl dem römischen überlegen) gleichfalls in zwei Linien, dasleichte Fussvolk davor, die Reiterei auf den Flanken, die schwere inzwei Linien, die leichte dahinter in einer Linie. Der Kampf begann aufbeiden Seiten mit einem kräftigen Vorgehen der leichten und schwerenFusstruppen, die Cavallerie verhielt sich auf beiden Seiten beobachtendstill. Als Hannibal bemerkte, dass die ganze Aufmerksamkeit des Feindessich auf den Kampf des Fussvolks concentrirte, liess er seine Cavallerieaus der zweiten und dritten Linie rasch nach rechts und links hervor-brechen, die Flanken der römischen Armee umfassen und sie im Rückenangreifen. Die linke Flankenreiterei attakirte die Extraordinarii imrömischen Lager, die rechte (die Numidier; die zweite römische Linie imRücken, und gleichzeitig schob inzwischen Hannibal seine beiden Linien