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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 3 (1875) Vom Beginn des zweiten punischen Krieges bis zum Anfang der Kriege Julius Cäsars in Gallien : (218 - 58 v. Chr.)
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46 III- Vom Tode Alexanders d. Gr. bis zu Augustus 'i'i'-i30 v. Chr.).

volk dieser folgen und rückte selber mit seinen sämmtlicken anderenTruppen, bevor diese irgend Speise zu sich genommen, aus dem Lagervor. Es war Anfang des Winters, es fiel Schnee, und das Wasser derTrebia war durch den Regen hoch gestiegen. Zuerst verfolgten dierömischen Truppen mit grossem Eifer die Numidier, welche, einen Rück-zug fingirend. Jene hinter sich herlockten. Als aber die Römer die Trebiain einer bis an die Brust reichenden Furt überschritten hatten, waren sievor Kälte und Hunger so ermattet, dass sie kaum ihre Waffen in denHänden halten konnten.

Nun sandte Hannibal etwa 8000 balearische Schleuderer und leichtesFussvolk voraus als Vortreffen seiner Armee, mit welcher er folgte, nach-dem alle Krieger sich mit Speise gestärkt hatten. In einiger-Entfernungvor seinem Lager stellte er seine 20,000 Mann Fussvolk in Phalanx ineiner Linie auf, in der Mitte die Gallier, zu beiden Seiten derselben dieAfrikaner, auf den Flanken die Hispanier. Seine Reiterei, mit den galli-schen Hülfstruppen an 10,000 Mann stark, formirte er in gleicher Liniemit den Flanken, aber in einigem Abstände von diesen nach rechts undlinks, damit sie nicht dem römischen Fussvolk gegenüber stünde, da-gegen die römische Reiterei umfassen könne. Vor den Zwischenräumenzwischen Fussvolk und Reiterei wurden die Elephanten postirt. DiesAlles war reiflich überlegt und richtig berechnet.

Sempronius hatte indessen seine Reiterei zurückberufen und stelltedie beiden römischen Armeen (16,000 Mann römischen und 20,000 Mannverbündeten Fussvolks nebst 4000 Mann römischer und verbündeterReiterei, im Ganzen 40,000 Mann) in der gewöhnlichen Formation zudrei Linien auf, die Veliten vor der Front, die Reiterei auf den Flanken.

Der Kampf der leichten Vortruppen verlief ebenso'.stig für dieKarthager, wie ungünstig für die Römer. Hannibal rief die seinigen zu-rück und stellte sie hinter die Elephanten zwischen dem schweren Fuss-volk und der Reiterei. Die Veliten gingen hinter die Triarier zurück, unddie Principes, in die Intervalle der Hastati einrückend, bildeten mitdiesen eine Linie in Form einer Phalanx, etwa von 20,000 oder 21,000Mann. Aber die Flanken dieser Linie, welche auf die Elephanten stiessen,konnten, von dem leichten Fussvolk eingeengt, nicht vorwärts kommen.In diesem Augenblick warf sich die karthagische Reiterei der Flanke vonvorn und von beiden Seiten her auf die römische, warf sie rasch undleicht über den Haufen, verfolgte sie zum Theil. griff aber mit dem an-dern Theil vereint mit den Numidiern das römische Fussvolk in Flankenund Rücken an. Zu gleicher Zeit stiessen die beiden feindlichen Liniendes schweren Fussvolks auf einander, und das Centrum der römischenLinie zwang das karthagische Centrum zurückzuweichen. Aber dieFlanken der römischen Linie, in Front und Rücken von den Elephanten,