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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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22. Der erste punische Krieg von 204241. 1 85

num, an der Südspitze Siciliens. Diesen Fehler machte sich Adherhalgeschickt zu Nutzen, hefahl dem Unterfeldherrn Karthalo , sich-mit 80Schiffen zwischen Junius und die Quästoren zu legen und diese Letz-teren anzugreifen. Junius und die Quästoren wollten zwischen denKlippen am Ufer Schutz suchen, wurden aber hier von einem heftigenSturm ereilt, während die Karthager, erfahrenere Seeleute, diesen schonlänger vorhergesehen und sich von der Küste fort auf die hohe See ge-macht hatten. Die ganze römische Flotte, mit den Proviantschiffen aus1000 Fahrzeugen verschiedener Grösse bestehend, ward durch den Sturmvernichtet und Junius entkam mit nur zwei Schiffen nach Lilybäum , woseine Legionen standen.

Dieses neue und schreckliche Unglück zwang die Römer abermals,auf Unternehmungen"zur See zu verzichten und den Karthagern das Meerzu überlassen. Aus Anlass der ausserordentlichen Verhältnisse wurdeein Dictator gewählt, Atilius Collatinus, und nach Sicilien gesendet.Schon vorher aber, ehe dieser dort eintraf, war Junius, der glücklich zudem Berge Eryx und zu der gleichnamigen Festung auf demselben ge-langt war, von Karthalo angegriffen und zur Ergebung gezwungenworden.

Der Krieg setzte sich auf Sicilien im J. 248 mit wechselndem Erfolgefort, ohne besondere Resultate auf der einen oder anderen Seite. BeideTheile waren schon sehr erschöpft, die Karthager besassen aber nochimmer die grösseren Geldmittel, die Römer dagegen die grössere mora-lische Kraft und Energie; der gegenseitige Hass und die Erbitterunghatten aber nicht abgenommen, sondern wuchsen immer mehr.

§ 144.Krieg in Sicilien und zur See (247241).

Siebzehn Jahre zog sich nun der hartnäckige Kampf zwischen Romund Karthago schon hin, bald nur auf Sicilien, bald auf Sicilien und zurSee, zeitweise sogar in Afrika spielend, und noch" war weder ein Ende ab-zusehen, noch zu erkennen, welcher Art dieses Ende einst sein werde. DieUeberlegenheit, welche anfänglich entschieden auf Seite der Römer ge-wesen war, hatte gegen das Ende hin sich ersichtlich auf die der Kar-thager geneigt.

In dieser selben Zeit betritt auf karthagischer Seite der hochbegabteund mit Recht berühmte Hamilkar Barkas den Kriegsschauplatz. Allekarthagischen Feldherren hoch überragend an Tüchtigkeit, erkannte er,dass es für Karthago absolut nöthig sei, die Herrschaft nicht allein aufdem Meere, sondern auch auf dem Festlande zu gewinnen, und spanntedazu alle seine Kräfte an. Seine Kühnheit, sein Unternehmungsgeist,