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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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21. Kriege der Römer von 343 bis 264. 153

Fabius den noch in Etrurien vorhandenen feindlichen Truppen bei Perusiaeine abermalige Niederlage bei. Diese beiden entscheidenden Siegehatten die gänzliche Zertrümmerung der bewaffneten Macht der Etrurierund die Auflösung ihres Bündnisses zur Folge. Von dieser Zeit ansetzten sie ihren Widerstand schon nicht mehr mit vereinten Kräftenfort, sondern jede Stadt für sich, und natürlicher Weise ward eine nachder andern unterworfen.

Der Consul Decius, welcher im J. 308 den Krieg gegen sie erfolg-reich weiter führte, nöthigte sie um Frieden zu bitten und bewilligteihnen einen Waffenstillstand auf ein Jahr gegen Bezahlung eines Jahr-gehaltes für die römische Armee*).

Darauf fielen die TJmbrer von Rom ab, riefen ihre ganze streitbareMannschaft auf und drohten nach Rom zu gehen. In Geschwindmärscheneilte Decius der Stadt zur Hülfe herbei, der Consul Fabius zog raschaus Samnium nach Mevania in Umbrien, wurde von den Umbrern ange-griffen, ehe er sein Lager verschanzen konnte, zwang sie aber die AVaffenzu strecken und unterwarf alle umbrischen Stämme.

Vier Jahre lang (307304) hielten Etrusker wie Umbrer jetztRuhe. Im J. 303 ward ein römisches Truppencorps nach Umbrien ge-schickt, um es von Räubern zu säubern, und im J. 301 zog der DictatorValerius gegen die Etrusker, welche von den Bewohnern von Arretiumzur Erneuerung des Kampfes gegen die Römer aufgereizt worden waren.Da er zur Vollbringung religiöser Ceremonien nach Rom zurückkehrenmusste, übergab er den Oberbefehl über sein Heer seinem Magisterequitum, Marcus Aemilius Paullus. Dieser fiel bei einem Zuge behufsFouragiren in einen Hinterhalt und wurde mit Schimpf in sein Lagerzurückgejagt. Auf diese Kunde eilte der Dictator aus Rom herbei, zogin das Gebiet der Stadt Rusellä und brachte in einer Schlacht denEtruskern abermals eine entscheidende Niederlage bei. Auf die Be-dingung , dass sie der römischen Armee für zwei Jahre Gehalt zahlenund für zwei Monate Getreide liefern wollten, erlaubte er ihnen, Ge-sandte nach Rom zu schicken, welche dort Friedensunterhandlungenanknüpfen sollten; es wurde diesen aber nur ein zweijähriger Waffen-stillstand bewilligt.

Im J. 300 belagerte der Consul Appulejus die Stadt Nequinum inUmbrien, konnte aber ihrer sehr festen örtlichen Lage wegen sie nichtmit Sturm nehmen.

Erst im J. 299 gelang es dem Consul Fabius, diese Stadt durch ge-heimes Einverständniss mit einem Theil der Bürger in seine Gewalt zu

Und Lieferung von zwei Unterkleidern für jeden Mann. Anm. d. Uebers.