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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 2 (1874) Vom Tode Alexander's des Grossen bis zum zweiten punischen Kriege : (218 v. Chr.)
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38 HI. Vom Tode Alexander's d. Gr. bis zum zweiten punischen Kriege.

Gesetze wieder einzuführen; aber das gelang ihm nicht, und zwar inFolge der Ränke des anderen Königs Leonidas, und endete mit der Er-mordung des Agis und seines ganzen Geschlechtes (241). Aber der Sohnund Nachfolger des Leonidas, der jugendliche und ausserordentlich be-gabte Kleomenes III. ivon 236 an) vollbrachte, was Agis nicht erreichthatte, und stellte für kurze Zeit (vierzehn Jahre) die Macht und denRuhm Spartas wieder her. Vor Allem erkannte er als nöthig zur Aus-führung seiner Pläne ein tüchtiges und ihm ergebenes Heer. Die Um-stände schufen ihm von selbst dazu Gelegenheit. Aratus hatte die Machtdes achäischen Bundes schon über einen grossen Theil des Peloponnesausgedehnt und beabsichtigte, während er den Grenzen Lakoniens sichimmer mehr näherte, auch Arkadien dem Bunde einzufügen, von welcherProvinz ein Theil bereits mit den Aetoliern verbündet war. Dies triebSpartaner und Aetolier an, sich einander zu nähern, um Aratus Wider-stand zu leisten, und Kleomenes erbaute alsbald auf dem Gebiete vonMegalopolis eine kleine Festung Athenäum und hatte sich auf dieseWeise schon im Gebiete des achäischen Bundes festgesetzt. Aratus, derden Krieg fürchtete, hatte- bislang keinerlei Gegenmassregeln getroffenund erklärte erst dann an Kleomenes den Krieg, als dieser Letztereschon in den Ländern des achäischen Bundes festen Fuss gefasst und ihn.dadurch empfindlich gekränkt hatte. Dies gab Anlass zu dem sogenanntenkleomenischen Kriege (228226), durch welchen Aratus gedemü-thigt wurde, Kleomenes aber zu höherem Ansehen emporstieg. GleichAnfangs stiessen beide Heere, das spartanische und das achäische, beiPallantium auf einander. Das Letztere, obgleich viermal stärker, zogsich auf Aratus' Anrathen zurück, und bald darauf wurde Aratus mit denAchäern in drei kurz nach einander folgenden Treffen geschlagen. Nach-dem Kleomenes sich so in diesen drei Kriegsjahren ein treffliches undihm vollkommen ergebenes Heer herangebildet hatte, setzte er im Jahre226 in Sparta die Ephoren ab, vernichtete ihre Macht und stellte dielykurgischen Gesetze in aller Strenge wieder her. Dann eröffnete erselbst einen entschiedenen Angriffskrieg gegen Aratus und den achäischenBund, nahm die Städte Kaphiä, Pellene, Pheneus, Phlius, Kleonä, Epi-daurus, Hermione, Trözene und sogar Korinth, verschanzte sich starkauf dem Isthmus und erschwerte dadurch den Einmarsch in den Pelo-ponnes ;224). Dies brachte dem Aratus in den Augen der Achäer vielenSchaden, und um den Stand der Dinge zu verbessern, rief dieser nun denAntigonus Doson herbei, welcher alsbald mit 20,000 Mann zum Isthmuszog und hier von Kleomenes aufgehalten sein würde, wenn nicht geradejetzt der Aufstand von Argos in seinem Rücken diesen genöthigt hätte,an die Grenzen von Lakonien zurückzugehen. Nun brach Antigonus inden Peloponnes ein, nahm Korinth, Mantinea, Orchomenus, Heräa und