Achtzehntes Kapitel.Macedonien, Griechenland und der Orient.
I. Militärische Organisation, Einrichtungen und Kriegskunst. — §. 115. MilitärischeOrganisation und Einrichtungen. — §. 1 IG. Kriegskunst. — II. Kriege. —§. 117. Kriege zwischen den Nachfolgern Alexander's d. Gr. bis zur Schlacht beiIpsus einschliesslich (323—301). — §. IIS. Kriege nach der Schlacht bei Tpsus(301—200).
Quellen: Diodor, lHuiarch , Justinus, Appian , I'oh/bius, Straba, l'itus Livius; —Heeren, Handbibliothek für Ofßciere u.s.tc, Kauss/er, Bibliotheque historique etmilituire, Baron Zeddeler, Militär-ConversatipnsrBexieon n. A.
I.
Militärische Organisation, Einrichtungen und Kriegskunst.
§.115.Militärische Organisation und Einrichtungen.
Die militärischen Organisationen und Einrichtungen der Griechen,welche im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. ihre höchste Entwicklung, Voll-kommenheit und Blüthe erreichten, hatten den kriegerischen RuhmGriechenlands in dessen inneren und äusseren Kriegen, namentlich mitden Persern, begründet. Nicht lange aber hatte dieser Zustand sich er-halten : vom 4. Jahrhundert an, nach dem pelopoimesischen Kriege, be-gannen sie schon dem Verfall sich zuzuneigen (s. I. Tb.., Kap. 4 und 6).
Um diese Zeit hatte Philipp von Macedonien, der Zögling des Epami-nondas, die militärischen Einrichtungen der Griechen nach Macedonienübertragen und dieselben bedeutend entwickelt und verbessert. SeinSohn, Alexander d. Gr., vervollkommnete sie noch mehr und wollte sie,zugleich mit der griechischen Civilisation, in den Orient verpflanzen(I. Th., 12. Kap.).
Aber sein Tod und die darauf folgenden, die ganze ungeheure vonihm gegründete Monarchie erschütternden, schrecklichen politischen Um-