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sicher treffenden Wurf von Steinen oder bleiernen Kugeln mit der Schleu-der ans.
Die zahlreichste Truppengattung im karthagischen Heeresverbandewar die ausgezeichnete, obgleich irreguläre leichte Reiterei der afrika-nischen Nomadenstämme: Massilier, Massesilier, Maker und Maurusier(oder Mauritanier), — bekannt unter dem allgemeinen Namen der n u -midi sehen. Nach den. späteren Angaben des Strabo und Appian sahsie äusserlich kläglich aus, bestand aber aus vorzüglichen Reitern undPferden. Die Reiter, halbnackt, kaum bedeckt mit einem Mantel, der umden linken Arm gewickelt war und zugleich als Schild diente, oder mitLöwen- oder Tigerfellen, bewaffnet mit leichtem Wurfspiess und Schwert,kämpften auf kleinen und hageren Steppen- und Wüstenpferden. Aberkriegerisch, muthig, unermüdlich, mit der dürftigsten Nahrung sich be-gnügend und ausserordentlich tapfer, waren sie zugleich ausgezeichneteParteigänger, denn sie waren, so zu sagen, mit ihren Pferden zusammen-gewachsen und von Kindheit auf an das Reiten gewöhnt. Ihre Pferdewaren ungewöhnlich kräftig, rasch im Lauf und von unermüdlicher Aus-dauer. Der Angriff der numidischen Reiterei war stets überaus feurigund ungestüm; sie schämte sich nicht zu fliehen, denn sie floh nur, umzurückzukehren zu erneutem Angriff. Indem sie ihr eigenes Heer gegenunvermuthete Angriffe aufs Beste sicherte, beunruhigte sie gleichzeitigden Feind durch häufige, von allen Seiten erfolgende Angriffe, verfolgteihn rasch und unablässig bei seinem Rückzuge und führte mit den gröss-ten Abtheilungen den kleinen Krieg in ausgezeichneter Weise.
Die Karthager brachten im Kriege und in den Schlachten in derfrüheren Zeit Streitwagen, später Elephanten zur Anwendung. Es istungewiss, ob die Gewohnheit der Verwendung von Streitwagen durch sieaus Phönizien eingeführt worden, oder ob sie einigen afrikanischen Stäm-men entlehnt ist. Die Benutzung der Elephanten im Kriege hatten sie,nach der Meinung einiger Schriftsteller, schon vor den punischen Kriegenvon Pyrrhus erlernt und hatten sie um so lieber bei sich eingeführt, alsAfrika Ueberfluss an Elephanten hatte.
Ein solches karthagisches Heer bot in seiner Aufstellung im Ganzenein buntes und seltsames Bild. Das Centrum oder die Hauptmacht wargebildet aus dem Fussvolk und der Reiterei der eigentlichen Karthager,der Liby-Phönizier, Gallier, Iberer und Anderer. Vor der Front zerstreutstanden die balearischen Schleuderer und die Streitwagen, auf den Flan-ken befanden sich zahlreiche Haufen numidischer Reiterei. Die Kampf-art in der Schlacht glich mit wenigen Ausnahmen derjenigen, welche beiden in der Kriegskunst unerfahrenen Völkern des Orients üblich war.
Die karthagische, vorzugsweise aus leichten und irregulären Truppenzusammengesetzte Armee war im Allgemeinen mit allen Vortheilen, wie