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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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11, Krieg zwischen Sparta u. Theben. Agesilaus, Pelopidas u. Epaminondas. 281

Ueberhaupt verdient der von den Thebanern unter der oberstenFührung des Pelopidas in Böotien geführte Krieg die vollste Anerken-nung und Beachtung. Unzweifelhaft gereichte er Theben zu grösseremNutzen und Pelopidas zu höherer Ehre, als vielleicht durch glänzendeund hervorragende Siege der Fall gewesen wäre. Er legte recht eigent-lich den Grund zur Macht und Grösse Thebens. Durch diesen Krieg ver-vollkommneten sich die Thebaner im Kriegswesen, befestigten ihreHerrschaft über die Städte Böotiens, drängten die Spartaner vollkommenaus dieser Provinz hinaus, vernichteten deren Einfluss dort, wuchsen anKraft und fingen schon an, Einfälle in das mit Sparta verbündete Phociszu machen. Die Phocier schickten nach Sparta um Hülfe, und die spar-tanische Begierung entsandte Kleombrotus ndt einem Heere nach Phocis.obschon nicht durch den korinthischen Meerbusen. Die Thebaner räum-ten Phocis, Kleombrotus blieb aber dort, um es gegen Einfälle der The-baner zu schützen (372).

§.71.

Seekrieg zwischen Athen und Sparta. Thaten des Chabrias,

Timotheus und Iphikrates.

Während die Thebaner erfolgreich auf dem Festlande gegen Spartakämpften (in Böotien), führten ihre Bundesgenossen, die Athener,gegen dieses Land einen nicht weniger lebhaften, geschickten und glück-lichen Krieg zur See. In diesem Kriege zeichneten sich besonders ausdie athenischen Heerführer: Chabrias, Timotheus, der verdienstvolle Sohndes Konon, und Iphikrates.

Die Unfälle und überhaupt die matte Führung des Krieges« in Böo-tien bewogen die Ephoren dazu, im Jahre 376 die Unternehmungenauf dem festen Lande durch Unternehmungen zur See zu unterstützen. In der Absicht, die Seezufuhr von Getreide nach Athen abzuschneidenund diese Republik durch Hunger zum Abfall von dem Bündniss mitTheben und zum Frieden mit Sparta zu nöthigen, stellten sie 60 sparta-nische Triremen unter Pollis' Befehl bei den Inseln Aegina, Kos undAndros auf mit der Weisung, alle nach Athen segelnden Schiffe mit Ge-treide wegzunehmen. Aber Chabrias, der die athenische Flotte befeh-ligte, schlug Pollis bei Naxos, nahm ihm 24 Dreiruderer und erkleck-liche Beute weg und machte die Zufuhr von Lebensmitteln nach Athenwieder frei. Darauf wurde Timotheus mit 60 athenischen Dreiruderernum den Peloponnes herum in den korinthischen Meerbusen geschickt,durch welchen die Spartaner ein Heer nach Böotien überzuführen beab-sichtigt hatten, säuberte die Ufer des Peloponnes, behauptete sich in deinkorinthischen Meerbusen und-zwang die Spartaner nicht allein von demUebersetzen des Heeres nach Böotien Abstand zu nehmen, sondern sogar