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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
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Seite
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70' I. Von den ältesten Zeiten bis zum Beginn der grieeh.-pers. Kriege.

Kriegern, unter Conmiando des Oberhauptes und Aeltesten ihres Stammes.Die gesummten Streitkräfte befehligten ihre obersten Fuhrer, Moses undnach ihm Josua.

Nach der Einnahme des gelobten Landes durch die Hebräer ent-wickelten sich diese Einrichtungen weiter auf den von Moses gelegtenGrundlagen. Pflicht und Beruf zum Kriegsdienst waren allgemein füralle mannbaren Hebräer, mit einigen Ausnahmen für ganz bestimmte Fälle.So waren frei von der Verpflichtung zum Kriegsdienst: die sich ein Hausbauten und noch nicht darin eingezogen waren, die einen Weinbergpflanzten und noch keine Früchte daraus geerntet hatten, die verlobt,aber noch nicht verheirathet waren, Neuvermählte während des erstenJahres ihrer Ehe etc. Ausserdem brauchte mit der zunehmenden Ver-mehrung der Hebräer nicht mehr jeder Erwachsene zu dienen und in denKrieg zu ziehen. Dafür wurden vor einem Kriege aus jedem Stamme, jenach Bedarf und Umständen eine grössere oder geringere Zahl von Kriegernim Alter von über 20 Jahren ausgewählt. Man nahm sie nach der Reiheoder durchs Loos, und es wurden Listen über sie geführt. Den Heerenstanden die Aeltesten als Führer vor, die Häupter der Stämme und dieRichter des Volks.

Unter dem ersten König, Saul, wurden die militärischen Einrichtun-gen der Hebräer sehr vervollkommnet, und es begann sich unter denHebräern ein kräftiger kriegerischer Geist, sogar der Geist der Erobe-rungen zu regen. Saul entliess das Heer, nach Beendigung des Kriegesmit den Ammonitern und nachdem er zum König gewählt war, behieltaber für den Fall eines unvorhergesehenen Krieges 3000 auserwählteKrieger bei sich und legte damit den ersten Anfang zu einem stehendenHeere und zu einer königlichen Leibwache bei den Hebräern. Seinehöchste Entwicklung und Kraft gewann aber das Heerwesen im jüdischenReiche unter dem weisen König David in Folge der fortgesetzten Sorg-falt , wefche dieser Herrscher der Vervollkommnung desselben widmete.David setzte fest, dass aus der Gesammtzahl der erwachsenen und zumKriegsdienst tauglichen männlichen Bevölkerung, die sich auf 1,300,000Mann belief, beständig 288,000 Mann in steter Kriegsbereitschaft imactiven Dienst sein sollten, und zwar 24,000 Mann aus jedem der 12Stämme. Es nahm so das ganze Volk am Kriegsdienste Theil und dasstehende Heer war im Verhältniss zur Kopfzahl der Juden immer bedeu-tend . ohne das Land zu belasten, und ohne Schaden für Ackerbau undIndustrie., für den Wohlstand der Einzelnen und der Gesammtheit. Der21.000 Mann starke Heerhaufen jedes Stammes theilte sich in Unterab-tlieilungen zu 1000, 100, 10 und 5 Mann, unter Obersten über 1000 Mann.Hauptleuten über 100 Mann etc. Jedes dieser 12 Corps war der Reihenach für einen Monat zum Dienste in Jerusalem commandirt. Ausserdem