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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
Entstehung
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Einleitung. 49

waren nicht im Standes, weder die Praktiker, noch die Theoretiker, aus ihremMethodismus aufzurütteln und der kriegsgeschichtlichen Wissenschaft und Lite-ratur eine andere Richtung zu geben. Eine vollständige Umkehr brachten erstdie aus der ersten französischen Revolution hervorgehenden Kriege und be-sonders die Thaten des grössten Feldherrn der neuesten Zeit, Napoleons I.,zu Wege. Dem alten, auf parteiische und einseitige Auffassung und Anwendungdes klassischen Alterthums gegründeten Methodismus wurde der entscheidendeSchlag versetzt, und seit dem Jahre-IS 15 ist die kriegsgeschichtliche Wissen-schaft und Literatur in frische Bewegung und in eine gesundere Richtung ge-bracht. Reifer, vielseitiger und praktischer als früher, begannen die Militär-schriftsteller die wissenschaftliche Bearbeitung des bis dahin aufgehäuftenMaterials nacli Seite der Resultate der Kriegserfahrungen aller Zeitenund Völker, namentlich der militärischen Einrichtungen undActionen der grossenund grössten Feldherren des Alterthums und der neuen und neuesten Zeit. Unddennoch, ungeachtet aller Fortschritte, welche in dem Zeitraum seit 1815 vonder Literatur und Wissenschaft der Kriegsgeschichte des Alterthums gemachtworden, sind sie noch nicht aus den Schranken der Specialgeschichtenherausgetreten und haben noch keine allgemeine Kriegsgeschichtegebracht, deren Mangel jetzt höchst fühlbar ist.

Zum Schluss mögen hier noch einige Zahlen und andere AngabenPlatz finden.

Aus der Zahl der neueren historischen Hülfsmittel für das Studium derKriegsgeschichte des Alterthums wurden die kriegsgeschichtlichen eingetheiltin solche, die sich mit der Geschichte der Kriegskunst, und solche, diesich mit der Kriegsgeschichte beschäftigten. Von den ca. 140 angeführtenWerken beider Richtungen bestehen 45 in Uebersetzungen der Klassiker mitOommentaren, Commentaren zu den Commentaren, oder wissenschaft-lichen Abhandlungen über das Alterthum, namentlich der Griechen undRömer etc., 9 sind ausschliesslich dem griechischen und römischen Kriegs-wesen gewidmet, 20 haben besonders die Geschichte der Kriegskunst deralten oder aller Zeiten zum Gegenstande, 14 sind militärische Biographien, 5Monographien verschiedener Gegenstände, und 21 bestehen in Tabellen, Atlan-ten, Wörterbüchern etc., im Ganzen 114. Es bleiben also für eigentlicheKriegsgeschichte (und davon noch ein grosserTheil nur für Sch 1 achtenund Belagerungen) im Ganzen nur ca. 26 Werke übrig! Diese Zifferist sehr bescheiden und zugleich beredt, denn sie zeigt, wie arm die neuereund neueste Literatur der Kriegsgeschichte des Alterthums ist, und nur dasentschädigt uns einigermassen, dass Werke wie die von Vaudoncourt, Zander,Lossau, Kausler und Napoleon III. darunter sind.

Die oben angegebenen Schriftsteller gehören in Bezug auf Nationalitätbis zu Ende des 18. Jahrhunderts meist der französischen , von da ab der

Galitzin, AUgem. Kriegsgeschichte. 1,1'.. 4