Einleitung. 41
8) Vaudoncourt (general Guillaumc de): Histoire des campagnes d'Annibalen Italie pendant la 2-me guerre punique, 3 vol. et 3 planches, 18)2 und 1822; einekritische Bearbeitung, eins der besten Bücher über die Feldzüge Hannibal's in Italien.
9) S t. A11 a i s : Les sieges, batailles et combats memorables de l'histoire an-cienne et roinaine, 1815 ; ein gutes Hülfsmittel.
10) De Luc: Histoire du passage des Alpes par Annibal, 1818 ; gleichfalls eins.der bessern Werke über diesen Gegenstand.
11) Benicken: Zeitschrift für die Völker- und Kriegsgeschichte der Vorzeit,1822 (s. oben) ; sehr nützlich.
12) Kausler: Versuch einer Kriegsgeschichte aller Völker, bis zum 15. Jahr-hundert, 4 Bände nebst Wörterbuch und Atlas der Schlachten, Treffen und Belage-rungen, und synchronistische Tabellen der Kriegsgeschichte, der Fortschritte derKriegskunst und der gleichzeitigen Quellen, 1825—30. Der Autor dieses Werkes,Hauptmann im würtembergischen Generalquartiermeisterstabe, hatte die Absicht,zusammenzustellen: 1) eine gedrängte (um einen geringeren Preis zu ermöglichen),aber möglichst vollständige Ueb ersieht der allgemeinen Kriegsgeschichtealle» Zeiten und Völker in sechs Theilen: zwei für Alterthum, zwei für mitt-lere und zwei für neuere und neueste. — und dazu als Beilage : 2) ein Wörterbuchund Atlas der Schlachten und Belagerungen, die er ausführlicher als inder Kriegsgeschichte beschreibt, — und 3) synchronistische Tabellen derKriegsgeschichte, der Fortschritte in der Kriegskunst und der zeitgenössischenQuellen. Dies hat er , wenn auch nicht vollkommen, ausgeführt, indem er 1825—30vier Theile der Kriegsgeschichte, das Schlachten- und Belagerungslexicon und diesynchronistischen Tabellen herausgab, Alles nur auf Alterthum und Mittelalter be-züglich, bis zum 15. Jahrhundert; den Atlas aber der Schlachten aller Zeiten, auch derneuesten. Ungeheuer und höchst ehrenwerth war diese Arbeit, die eine ausserordent-lich fieissige und gründliche Bearbeitung der echten Quellen enthält, und der Autorhat sich durch ihre Herausgabe ein grosses Verdienst um die Wissenschaft der Kriegs-geschichte und um ihre Schüler erworben, mit Kecht allgemeine Beachtung und An-erkennung gefunden, und ein höchst nützliches und klassisches Hülfsmittel zum Stu-dium der Kriegsgeschichte geschaffen. Sie ist ausserdem noch dadurch bemerkens-werth, dass sie der erste und bis jetzt einzige Versuch einer Darstellung derKriegsgeschichte aller Zeiten und Völker ist. in solchem Umfange, wie sie der Autorbeabsichtigte und halb vollbrachte. Obgleich die gegebene Uebersicht der Kriegs-geschichte kurz und gedrängt ist und mehr nur die Facta, als Analysen und Kritikenbringt, so sind doch Kausler's oben genannte Bücher eine höchst werthvolle Hülfeoeim Studium der Kriegsgeschichte jener Zeiten und Völker. Man kann nur hoch-lebst bedauern, dass der Autor seine treffliche Arbeit nicht vollenden, d. h. sie bisuif die neueste Zeit durchführen konnte.
13) Larauza : Histoire critique du passage des Alpes par Annibal, 1820.
14) Zander: Der Heereszug Hannibal's über die Alpen, 1828.
15) Baron Felix de Beaujour: De I'expedition dAnnibal en Italie, 1832, und
16) Kefehard: Geographische Nachweisungen der Kriegsvorfälle Cäsar's undseiner Truppen in Gallien, nebst Hannibal's Zug über die Alpen, 1852.
17) Napoleon I. : Precis des guerres de Cesar, ecrit par Marchand, ä l'islele Ste. Helene, sous la dictee de l'Empereur, publie en 1836; eine äusserst inter-issante und bedeutende kritische Bearbeitung der Kriege des grössten Feldherrn desüterthuins durch den grössten Feldherrn der Neuzeit, somit eins der Haupthülfs-nittel für das Studium der Kriege Cäsar's.