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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 1 (1874) Von den ältesten Zeiten bis zum Tode Alexander's des Grossen : (323 v. Chr.)
Entstehung
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Einleitung. 27

Altertkums, namentlich des römischen, bilden. Sie zeichnet sich besonders durchAusführlichkeit in Beschreibung der Schlachten aus.

Cujus Julius Cäsar (am 10. Juli 100 v. Chr. geboren, am 15. März IIv. Chr., 56 Jahr alt, ermordet) ist der grösste Feldherr Roms und des Alter-thums, ein bedeutender Staatsmann lind Politiker und ein vorzüglicher Historikerund Militärschriftsteller. Eine kurze Biographie desselben wird weiter unten (bei derDarstellung seiner Feldzüge) ihren Platz finden. Hier ist seiner nur als Historio-graph und Militärschriftsteller Erwähnung zu thun. Seinen Weltruhm in dieserBeziehung haben seine Commentare oder Memoiren über den-galli-schen Krieg (Commentarii de bello Gallico) begründet, welche in siebenBüchern bis zur Schlacht bei Alesia und Gefangennehmung des Vercingetorixgeführt sind. Das achte und letzte Buch, sowie die drei Bücher über die Bür-gerkriege in Italien, Illyrien, Afrika, Pontus und Spanien sind durch den Le-gaten und Vertrauten des Cäsar, Hirtius Pansa, nach Cäsar's eigenen Auf-zeichnungen und Briefen zusammengestellt. Die sieben ersten Bücher Cäsar'süber den gallischen Krieg sind in einfacher, aber edler Sprache, mit unge-wöhnlicher Klarheit und Präcision geschrieben und sind ein Meisterwerk derGeschichte überhaupt, besonders aber der Kriegsgeschichte ; mit den vier Bücherndes Hirtius Pansa zusammen bilden sie eine der kostbarsten Quellen für dieKriegsgeschichte der Römer und des Alterthums. In allen diesen elf Büchernfinden sich zahlreiche Zeugnisse der hohen Begabung Cäsar's für Kriegspolitik,Strategie, Taktik, Fortifikation, Belagerungskunst, Militäradministrationkurz, für alle Zweige der Kriegskunst und Kriegswissenschaft. Deshalb warenzu allen Zeiten die Commentare des Cäsar das lehrreichste Werk für Kriegs-leute, an welchem sich alle späteren grossen und geschickten Feldherren ge-bildet haben, und ihr Studium ist wesentlich unerlässlich und nützlich zur Er-kenntniss des Kriegswesens und der Kriegskunst der Römer zur Zeit des Cäsar.

Sallust (86 v. Chr. in der sabinischen Stadt Amiternum geboren, 35v. Chr. gestorben) ist ein Zeitgenosse des Cäsar, war Prätor in Numidien undschrieb dann, ins Privatleben zurückgekehrt, eine ausführliche »RömischeGeschichte« vom Tode Sulla's bis zur Verschwörung Catilina's, von welcheraber leider nur einzelne Bruchstücke auf uns gekommen sind. Aber seine beidenandern Schriften: 1) der Krieg der Römer gegen Jugurtha, Königvon Numidien, und 2) Ueber die Verschwörung des Catilinasind uns ganz erhalten und gleich bedeutend durch ihren Inhalt, wie durch dieArt der Darstellung. Sallust scheint sich darin den Thucydides zum Muster ge-nommen zuhaben, den er, nach desQuintilianMeinung, sogar übertroffen habensoll. In Bezug auf den Krieg sind seine Schriften ganz brauchbare Quellen,obgleich sie sich nicht durch besondere Genauigkeit in der Beschreibung derKriegsereignisse auszeichnen.

Titas Livius (zu Patavia, dem heutigen Padua, im Jahr 59 v. Chr. ge-boren, 16 n. Chr. gestorben), ein Zeitgenosse des Augustus, dessen besonderer