Druckschrift 
5 (1875)
Entstehung
Seite
368
Einzelbild herunterladen
 

368

1382 beeden mit ingesiegelen unser moetsoenre vurschreven besiegelt is, deswir Johan van dem Velde ritter, Johan Hirtzelin vanme Gryne indMathys vanme Spiegel zürne Yrregange bekennen, dat wäre is.

Datum anno domini millesimo trecentesimo octuagesimo secundo,feria tertia post Seholastice virginis.

Nach dem Original im Stadt-Archiv. Die Siegel ziemlich gut erhalten. DasSiegel des v. d. Velde hat einen von oben nach unten getheilten Schild, jederTheil dreifach quergetheilt; der obere Theil zeigt drei Vögel, der mittlere istleer, der untere zeigt eine Gleve; auf der anderen Seite ist die Grleve oben, diedrei Vögel in der Mitte.

Nr. 375.

Der Rath der Stadt Köln, der den Junker Friedrich von Mors als

Edelbürger aufnimmt, verspricht demselben allen Schutz und ein

jährliches Bürgerlehen von hundert Mark. — 1382, 12. Februar.

Wir burgermeistere, rait ind andere bürgere der stat van Coelneduen kunt ind bekennen offenbierligen oevermitz diesen brieff, dat wirumb luter gunst ind vruntschaff tusschen dem hoengeborneu eydelenmanne iuncker Frederich greven zu Moerse ind heren zu Bare, synenluden ind undersaissen an eyne syde, ind unsen bürgeren an die anderesyde van nü vort zu machen, zu meerren ind zu behalden yn zu unsmeeydelen burger untfangen, darumb hee vür in guden trüwen geloift, ge-sichert ind na zu den heiigen lyfligen gesworen hait, dat hee uns vandiesme dage vort, as lange as hee unse eydelburger syn ind blyvenwille, uns, unser steede ind bürgeren semencligen ind sunderlingenhoilt ind getruwe syn soele ind unse ind unser steede ere, nutz indbeste up allen steeden na synre moegen don werven ind vurkeren induns unss schaden warnen, da hee dat vür eren doin moege, ind unsvort under der vurschreven synre geloefden ind eyde geloift ind ge-sworen haet, alle die punte syns burgerbriefs zu doin ind zu halden,die hee uns daynne under syme siegel verbrieft ind versiegelt haet,so hain wir yem in guden trüwen geloift ind geloyven oevermitz diesenbrieff, dat wir yem, synen luden ind undersaissen des gelychs bynnenunser stat ind in alle unser maicht trüweligen wederumb doin soilen,ayn alreleye argelist ind geverde. Ind soilen yem vort all iaers vanunser steede weegen gheven, as lange as hee unse eydelburger is,hundert marken unser steede payementz, zerzyt der betzalingen ghengeind gheve, up unser liever vraüwen dach, die man noempt zu latynepuriflcatio, off bynnen den nyesten viertziennachten darna volgenden