Druckschrift 
5 (1875)
Entstehung
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212
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212Nr. 169.

1377 Karl IV. entlässt die Stadt Köln aus der Reichsacht, worin sie aufGrund einer Klage des Erzbischofs Friedrich gekommen war. —Nürnberg, 1377, 12. März.

Wir Karl von gotes genauen Komischer keyser, zu allen zeitenmerer des reychs und künig zu Beheim, embieten allen fursten, geyst-lichen und wertlichen, allen grafen, freyen dienstlewten, ritteren undknechten, richtern, steten, gemeynden, und auch mit namen allen, dendiser brief geweist und gezeigt wirdet, unsern und des heyligen reychslieber getrewen unser genade und alles gut. Lieben getrewen, wir tunewch allen und ewr yedlichem besunder kunt mit disem brief, daz wirabgenomen haben alle die clag und ervollung und auch uz der echtegelazzen haben und entlazzen mit kraft ditz briefes die burgermeister,die rete und die bürgere gemeinclichen der stat zu Kölen gelegen andem Keyn, sie alle gemeinclichen und ir yeden besunderlichen, dareinsie der erwirdige Friderich ertzbyschoff zu Kölen, unser lieber fürstund andechtiger, vor unserm keyserlichen hofgericht erklagt und brahthat, und wellen, daz iren eren, leiben und guten dieselbe klage undechte furbas mere ewiclichen zu keinem schaden komen sulle in deheinweise, und haben sie auch geheissen schreiben und tilgen uz unsermund des heyligen reyches echtbüch, und haben sie auch genomen uzdem unfride und gesetzet in des heyligen reyches fride, und haben inwider gegeben uud auch eingesetzet in alle ir ere, rechte, freyheit,gewonheit und privilegia, und bestetigen in die. Davon wellen wir undgebieten ewch allen und ewer yedem besunder, daz ir dieselben vonKölen von derselben klage und echte wegen weder leidiget, angreiffet,noch beschediget mit deheinen sachen in dchein weise, sunder ir sulletsie schewren, schirmen und schützen vor aller menneclichen von der-selben klage und echt wegen. Und wer der were, der des niht en tete,wanne es an im gevordert würde, zu dem oder den wellen wir heissenrichten in unserm keyserlichen hof als reht were. Mit Urkunde ditzbriefes, versigelt mit unsers keyserlichen hofgerichts anhangendem in-sigel, der geben ist zu Nürenberg, an donerstag vor dem suntagJudica, nach Christes gebürt drewtzehenhundert iar und in dem syben-unnsybentzigsten iare, unserer reyche in dem einunndreyzzigstem unddes keysertüms in dem zweyunnzweintzigstem iare.

Per dominum Johannem lantgravium de Leutenberg. SyfridusSteinheimer notarius curie.

Nach dem Original im Stadt-Archiv. Das Majestätssiegel schön erhalten.