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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 5 (1878) Von Augustus bis zum Untergang des weströmischen Reiches : (30 v. Chr. bis 476 n. Chr.)
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488 IV. Von Augustus bis zum Untergang des Weströmischen Reiches.

tern auf den Pferden sass, dann absprang und mit ihnen zusammen zuFuss kämpfte. Diese Gewohnheit wurde von da an auch in der Folgebeibehalten.

Bei der Aufstellung der Legion in Cohorten war die Kampfart derTruppen die gleiche oder doch eine ähnliche, nur mit dem Unterschiede,dass die zweite und dritte Linie der Cohorten die erste unterstützten.Zur Vertheidigung gegen feindliche Cavallerie schlössen die zweiten unddritten Glieder dicht auf das erste Glied auf und legten die Lanzen ein;das vierte und die folgenden Glieder warfen ihre Speere über jenehinweg.

Die Schlachtordnung der Griechen war in der ersten Zeit nachdem trojanischen Kriege sehr einfach: dasFussvolk stand in einer Linie,das schwere in der Mitte, das leichte zu beiden Seiten desselben, dieEeiterei auf den Flanken, wobei das Centrum und beide Flügel ihre be-sonderen Commaudeure hatten. Diese einfachste Form der Schlachtord-nung wurde im Laufe der Zeit und der fortschreitenden Kriegskunstmehr oder weniger verändert, ergänzt und vervollkommnet. Das leichteFussvolk und die Reiterei wurde vor oder hinter dem schweren Fuss-volke, oder in den Zwischenräumen desselben aufgestellt, die schwereCavallerie entweder auf einer Flanke, oder hinter dem schweren Fuss-volke. Später mischte man das leichte Fussvolk unter die Eeiterei undverwendete es mit derselben gemeinschaftlich. Im Allgemeinen begnüg-ten sich die Griechen stets mit einer Linie, einerseits weil der Haupttheilihrer Armeen,die Phalanx, schon sehr tief formirt stand, dann auch,weil diese Armeen numerisch schwach waren. Doch trifft man auch Ausnah-men hiervon: eine zweite Linie oder Reserve aus Fussvolk oder Reiterei.oderBeidem, hinter der Mitte oder einem der Flügel (so z. B. in derersten und zweiten Schlacht bei Mantinea, und bei Arbela). Alexanderd. Gr. hielt einen grossen Theil der Cavallerie auf der angreifendenFlanke beisammen.

Die Perser stellten ihre grossen Heere in zwei und mehr Linien auf,die Streitwagen vor der ersten Linie. In der Schlacht beiThymbra hatteCyrus L, der schwächer war als Crösus, sein Heer in mehreren Linienaufgestellt, Crösus aber, da er stärker war und die Perser umfassenwollte, zwei Linien formirt. In der Schlacht bei Kunaxa war das zahl-reiche Heer Artaxerxes' in zwei Linien gestellt, das achtmal schwächereHeer Cyrus II. in einer kurzen Linie. In der Schlacht bei Issus standdas Heer des Darms, der Enge des Terrains halber. in mehreren Linien,nach Aman nur zu 300 Mann Front und zu 2000 Mann Tiefe! In derSchlacht am Hydaspes-Flusse stand das gesammte Fussvolk des Pornsin einer Linie, der grösste Theil der Reiterei in zwei Linien auf der lin-ken Flanke dem Hauptangriffe Alexander's gegenüber, der kleinere