IL Abtheilung.
Von Diocletian bis zum Untergang des West-römischen Keiches.
(284—476 n. Ohr.)
Sechsundfünfzigstes Kapitel.
Militärische Organisation, Einrichtungen und Kriegs-kunst im römischen Reiche während dieser Periode.
§. .'188. Militärische Organisation und Einrichtungen. — §. 389. Verschiedene Trup-pengattungen , ihre Anzahl und Bewaffnung. — §. 390. Aufstellung, Bewegungs-und Kampf urt der Truppen. — §. 391. Innere Organisation und Geist der Truppen.— §. 392. Lagerkunst, Fortification, Belagerungskunst, Ballistik und Brand-geschosse. — §. 393. Standpunkt der Kriegskunst im Allgemeinen. — §. 394.Kriegsmacht und Kriegskunst zur See.
§. 388.Mlliärisehe Organisation und Einrichtungen.
Seit Diocletian's Zeit (284—305) gewinnt die militärische Organi-sation des römischen Reiches eine vollkommen andere, neue Form. In-dem Diocletian den ersten Anfang zur Umwandlung des römischen Reichesin eine Monarchie unter der unbeschränkten Macht der Im-perator e n machte, bildete er zugleich die dem entsprechende militä-rische Organisation aus. Er concentrirte die oberste militärische Gewaltin seiner eigenen Hand und an seinem Hofe. Da er einsah, dass es un-umgänglich nöthig sei, die Macht und den Einfluss der prätorianischenPräfekten und des Heeres zu brechen, so beschränkte er dieselben we-sentlich durch Erlassung strenger Gesetze und Einführung einer straffenOrdnung, vertheilte die Prätorianer an die Grenzlegionen, hob ihr
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