Fünfundfünfzigstes Kapitel.
Die benierkenswerthesten Kriege und Feldzüge derRömer während dieser Periode.
(Schluss.)
"V. Kriege und Feldzüge von Caracalla bis zu Diocletian (214 — 284).' —§. 378. Krieg mit den Germanen unter Caracalla (214 — 215). — §. 379. Krieggegen die Parther unter Caracalla (216 — 217). — §. 380. Erster Krieg gegen diePerser unter Alexander Severus (229 — 235). — §. 381. Krieg mit den Germanenunter Maximin (235—236). — §. 382. Krieg mit den Persern unter Gordianus241 — 243). — §. 383. Innere und äussere Kriege von Philippus bis Claudius (249—26S). — §. 384. Feldzüge Claudius II. (268—270). — §. 385. Feldzüge Au-relian's (270-275). — §. 386. Feldzüge des Probus (276—282). — §. 387. Feld-züge des Carus (282—283).
V. Kriege und Feldzüge von Caracalla bis zu Diocletian
(214—284).
§. 378.Krieg mit den Germanen unter Caracalla (214—215).
Caracalla hatte nach Ermordung seines Bruders Geta das Heer durchGeschenke für sich gewonnen und drei Jahre lang (211—213) in Romund Gallien unglaubliche Schandthaten vollbracht, dann aber unternahmer, von Gewissensbissen wegen des Brudermordes gefoltert, im J. 214eiuen Feldzug gegen die Cennen und Alemannen, welche zwischen Main,Bhein und Donau wohnten. Die Alemannen, ein damals noch unbe-kanntes Volk, erstaunten anfänglich, dass Caracalla in ihr Land nichtals Feind, sondern als Freund einrücke und Hessen es ohne Widerstandgeschehen, dass er an vielen Orten Befestigungen anlegte. Aber ihrGleichmuth brachte den Caracalla, der zuerst auch gewagt hatte, sie im•offenen Felde anzugreifen, auf den heimtückischen Gedanken, List gegensie anzuwenden. Er berief ihre jungen Männer zusammen unter demVorwande, sie gegen Sold in Dienste nehmen zu wollen, und befahl dann
lü*