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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 5 (1878) Von Augustus bis zum Untergang des weströmischen Reiches : (30 v. Chr. bis 476 n. Chr.)
Entstehung
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Zweiundfünfzigstes Kapitel.

Kurzer historischer üeherblick der Kriege Romsin dieser Periode.

§. 359. Unter Augustus (30 v. Chr. 14 n. Chr.) §. 360. Von Augustus bis Nerea(1496). §. 361. Von Nervo, bis Commodus (96180). §. 362. Von Com-modns bis Dincletian (180 284).

§. 359.Unter Augustus (30 v. Chr.14 n. Chr.)

Die Kriege, welche Augustus während seiner 44jährigen gesichertenund friedlichen, für das römische Reich glänzenden und glücklichen Re-gierung führte, hatten grösstenteils den Grund und Zweck, die Ruhedes Staates im Innern und dessen Schutz nach Aussen zu sichern, undihr Resultat waren ausserordentlich wichtige Erweiterungen seiner Gren-zen. So war für den ersten Zweck die vollkommene Unterwerfung vonNord - Hispanien und West - Gallien (25 v. Chr.) sehr wichtig, für denzweiten der beabsichtigte, wenn auch unausgeführt gebliebene Feldzuggegen die Parther (20 v. Chr.) und der wirklich ausgeführte gegen Ar-menien (im J. 2 v. Chr.). Das Wichtigste aber war die Eroberung derLänder südlich der Donau: Rhaetien, Vindelicia und Noricum in Ver-bindung mit dem bereits unterworfenen Pannonien und mit Moesien (biszum J. 15 v. Chr.). Dagegen hatte der Feldzug im Glücklichen Arabien(29 v. Chr.) nur Misserfolg und jener in Aethiopien (24 v. Chr.) nur dasResultat, dass er die Grenzen des Reichs nach dieser Seite hin schützte.

Alle diese Feldzüge zusammen kosteten indessen Rom nicht so vieleOpfer und Verluste, wie der Versuch Germanien zu unterwerfen, der zu-erst von den beiden Stiefsöhnen des Augustus, Drusus und TiberiusNero, dann von dem Sohn desErsteren, Germanicus, unternommen,gänzlich misslang. Es ist schwer zu sagen, ob dies in der That politischein Fehler war, denn man kann nicht mit Bestimmtheit feststellen, in