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Abth. 1, Das Alterthum Bd. 4 (1876) Vom Beginn der römischen Bürgerkriege bis zu Augustus oder der Gründung des römischen Kaiserreichs : (133 - 30 v. Chr.)
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351
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48. Die Wim. Kriege vom Tode Oiisiir's bis zu Augustus (4430v. Chr.). 3f> 1

und durch Errichtung seiner Htatue im Triumphatorschimick auf demForum- Octavian hemtihte sich seinerseits um Erlangung der Volks-gunst, versprach die Republik wieder herzustellen und sicherte dieRuhe iu Italien.

§. 338.Krieg des Antonius wider die Parther (36).

Nach dem Tode seines Sohnes Pakor 'siehe oben) hatte der par-thische König Orodes I. oder ArsacesXIV. seinen ältesten Hohn Phraateszu seinem Nachfolger ernannt. Dieser Letztere aber brachte seinen Vaterund 3(1 seiner Bruder um und machte sich unter dem Namen Phraates IV.oder Arsaces XV. zum Könige. Um sich vor seiner Tyrannei zu retten,flohen viele vornehme Parther zum Antonius, welcher mit einem starkenHeere in Syrien stand und nur auf die Ankunft der Cleopatra wartete,um den Feldzug gegen Phraates zu beginnen. Nach ihrem Eintreffenforderte Antonius vom Phraates, dass er die dem Crassus abgenomme-nen Legionsadler und die noch am Leben befindlichen Gefangenen zu-rückgeben solle, und brach, aber auf einem andern Wege als Crassus,nach Armenien und Medien auf. In Armenien zog er 60,000 Mann römi-sches Fussvolk, 10,000 Mann hispanische und gallische Reiterei und30,000 Mann Hülfstruppen zusammen. Seine Leidenschaft flir Cleopa-tra war die Schuld, dass er, um mit ihr, die nach Aegypten zurückge-kehrt war, den Winter in Alexandria zubringen zu können, den Feldzugin Parthien noch im Herbst 36 eröffnete, ohne seiner Armee nach demvorhergehenden weiten und beschwerlichen Marsche bis zur parthischenGrenze die erforderliche Ruhe zu gewähren. Ohne die Ankunft seinerBelageruugsmaschinen, welche unter dem Schutze von zwei Legionenzurückgeblieben waren, abzuwarten, belagerte er die Stadt Phraata inMedien. Die Parther aber umgingen ihn aufweiten Umwegen, machtendiese zwei Legionen nieder, bemächtigten sich der Belagerungsmaschi-nen und wandten sich darauf wieder gegen Antonius vor Phraata zurück :hier wurden sie zwar von Antonius besiegt, erlitten aber keine grossenVerluste, da sie, grösstentheils beritten, sich durch rasche Flucht seinerVerfolgung entzogen. Antonius setzte die Belagerung von Phraata fort,aber seine Lage ward in Folge der unausgesetzten Neckereien der imFelde Hegenden Parther mit jedem Tage schlimmer. Da sich nun aberPhraates zum Frieden geneigt zeigte und der Winter schon herannahte,so knüpfte Antonius Unterhandlungen mit ihm an und entschloss sichendlich zum Rückzüge. Als er sah, dass die Parther ihm vorausgeeiltwaren und seinen Rückmarsch durch die Ebene abzuschneiden suchten,schlug er den von ihnen frei gelassenen, aber sehr beschwerlichen Weg